Demografie-Kongress: Wie kann der Kreis trotz sinkender Einwohnerzahl bestehen?

Mensch wird Mangelware

Hersfeld-Rotenburg. Die Bevölkerung des Landkreises Hersfeld-Rotenburg ist seit 1995 um 7,4 Prozent zurückgegangen. Aktuell leben noch 123 000 Menschen in der Region. In 15 Jahren ein Verlust von 10 000 Menschen. Tendenz: fallend. Deshalb wird die Frage, wie in Zukunft die Infrastruktur erhalten werden kann, immer wichtiger. Damit beschäftigte sich gestern ein Demografie-Kongress, zu dem Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (CDU) Vertreter gesellschaftlich relevanter Gruppen und politische Verantwortungsträger eingeladen hatte.

„Der Kongress ist eine Weiterentwicklung der Zukunftskonferenz, keine Gegenveranstaltung“, betont der Sprecher des Landrats Michael Adam. Die Zukunftskonferenz war von der ehemaligen 1. Kreisbeigeordneten Christa Bittner (SPD) initiiert worden und hatte sich vor allem mit den sozialen Auswirkungen einer alternden Gesellschaft beschäftigt. Der Demografie-Kongress hingegen will klären, wie etwa die Energie- und Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung, die Freiwillige Feuerwehr und der öffentliche Nahverkehr organisiert werden müssen, um in Zukunft ein funktionierendes Gemeinwesen zu gewährleisten. Problematisiert wird auch, wie dies angesichts der Haushaltslage zu finanzieren ist. An dem Kongress haben auch Vertreter der Zukunftskonferenz und die neue 1. Kreisbeigeordnete Elke Künholz (SPD) teilgenommen, um auf die bereits erarbeiteten Erkenntnisse aufzubauen.

„Krise und Chance liegen beim demografischen Wandel dicht beieinander“, betonte Landrat Schmidt. Er forderte eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Dem Auftaktkongress sollen zwei weitere folgen, bevor die Ergebnisse vorgestellt werden. Zum Tage

Von Kai A. Struthoff

Kommentare