Kreisentscheid: Vorlesewettbewerb für die sechsten Klassen fand zum 56. Mal statt

Meister des Vorlesens

Sind alle Sieger: Die Teilnehmer am Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. In zwei Runden mussten sie ihr Geschick beim lauten Vorlesen unter Beweis stellen. Fotos: Rössing

Bad Hersfeld. „Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals alle Kinder in der zweiten Runde so gut gelesen haben“, lobt Carolin Scheffer von der Hoehlschen Buchhandlung die neun Teilnehmer am Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs. Zum 56. Mal fand der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels für die Jahrgangsstufe 6 statt. Diesmal an der Gesamtschule Obersberg.

Am Kreisentscheid nehmen die jeweiligen Schulsieger aus dem Kreisgebiet teil. In Zwei Vorleserunden mussten sie ihr Geschick, das geschriebene Wort laut vorzutragen, beweisen.

Zunächst durften die Schüler einen selbst ausgewählten Text vortragen, in der zweiten Runde bekamen sie ein unbekanntes Buch, das sie nacheinander fortlaufend vorlesen sollten. Als „Sieger der Sieger“ ging an diesem Tag Robin Steinert von der Brüder-Grimm-Gesamtschule in Bebra hervor. In beiden Leserunden überzeugte er die Jury. Die Jury – das sind je zwei Lehrerinnen, eine Vertreterin des staatlichen Schulamtes, die Initiatorin des Wettbewerbs, Carolin Scheffer, und in diesem Jahr Zoe Kunze, die Siegerin aus 2012, die die erkrankte Siegerin aus dem Vorjahr vertrat.

Nächste Runde im März

Seine sehr gute Leistung befähigt Robin Steinert nun dazu, für die Region neben 600 anderen Stadt- und Kreissiegern am Bezirksentscheid teilzunehmen, der in zwei Monaten stattfindet, außerdem wird er im nächsten Jahr als Sieger traditionell in der Jury sitzen.

Robin Steinert, der in der ersten Runde gekonnt eine Passage aus dem von ihm vorbereiteten Buch „Die fünf Freunde: Das doppelte Spiel“ von Enid Blyton vortrug, krönte seine Leistung in der zweiten Runde. Alle Teilnehmer sollten aus dem Buch „Mein Sommer mit Mucks“ von Stefanie Höfler vorlesen. Steinert begeisterte die Jury, weil er sich beim Lesen kaum versprach. Dabei war der Text voll von Stolperstellen und schwierigen Wörtern wie „Hämoglobin“. Er glänzte außerdem mit einer guten Betonung und einigen Lacheinlagen an besonders witzigen Textstellen.

„Auf die nächste Runde bereite ich mich zusammen mit meiner Klasse und meiner Familie vor. Sie helfen mir bei der Präsentation“, erklärt der strahlende Sieger.

Trotzdem tat sich die Jury schwer, denn alle Teilnehmer hatten gute Leistungen gezeigt. So bekamen alle Schüler eine Urkunde sowie ein Buch als Preis. Die Veranstaltung wurde von der Gesangsklasse der Gesamtschule Obersberg unter der Leitung von Anne Rill musikalisch untermalt. Damit die Freunde und Eltern, die zum Zuhören gekommen waren, nicht am Trockenen sitzen mussten, sorgte Lehrerin Sina Budesheim-Götz mit den Schülern der „Gesundheitsbotschafter“ für Snacks und Getränke zwischendurch.

Von Sarah Rössing

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