Hans-Jürgen Kaiser tritt beim Orgelsommer auf

Ein Meister der Improvisation

Hans-Jürgen Kaiser improvisiert an der Eulen-Orgel. Foto: nh

BAD HERSFELD. Die Kunst der Improvisation war einmal die beherrschende musikalische Disziplin. Außerhalb der Jazz- und Orgelwelt ist sie heute selten geworden.

Doch Hans-Jürgen Kaiser wird an der Eule-Orgel in Bad Hersfeld seine Improvisationskünste unter Beweis stellen. Das fünfte Konzert des Bad Hersfelder Orgelsommers zur Festspielzeit findet am Freitag, 19. Juli, ab 19.30 Uhr in der evangelischen Stadtkirche in Bad Hersfeld statt. Der Eintritt ist frei.

In ersten Teil seines Konzertes wird Hans-Jürgen Kaiser sich vollkommen der Improvisation widmen. Unter anderem wird er auch über ein gegebenes Thema improvisieren. Den zweiten Teil bildet die erste Sonate f-moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. Sie bewegt sich zwischen romantischem Ausdruckswillen und barocker Satzkunst. In den dramatischen ersten Satz ist der Choral „Was mein Gott will, das g"scheh allzeit“ eingeflochten. Alle Spannungen werden dann aber schließlich in einem quirlig spritzigen Finale aufgelöst.

Hans-Jürgen Kaiser wirkt seit 1989 als Domorganist am Hohen Dom zu Fulda. Er ist Orgelbeauftragter im Bistum Fulda und künstlerischer Leiter der Orgelkonzerte und Matineen am Fuldaer Dom.

Ab 1990 nimmt er einen Lehrauftrag für Improvisation/Liturgisches Orgelspiel und Orgelliteraturspiel an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz wahr, wo er seit 1995 als Professor Orgelimprovisation lehrt. Von 2004 bis 2012 war er Vorsitzender der Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Ausbildungsstätten für katholische Kirchenmusik in Deutschland. Gemeinsam mit Barbara Lange fungierte er als Hauptherausgeber des ersten ökumenischen Lehrwerks zur Kirchenmusik: Basiswissen Kirchenmusik. Zahlreiche CD-Aufnahmen, zum Beispiel mit Werken von Eben, Liszt, Bach, Reger und verschiedenen Orgeldokumentationen folgten. (red/pb)

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