Neues Zahlungsverfahren ist erst ab August Pflicht

Mehrzahl der Vereine hat auf Sepa umgestellt

Hersfeld-Rotenburg. Eigentlich sollten bis zum Februar Firmen und Vereine auf das europaweit einheitliche Sepa-Zahlungssystem vorbereitet sein. Im Kreis Hersfeld Rotenburg ist das auch der Fall, europaweit läuft die Umstellung jedoch nur schleppend an. Daher will die EUKommission das neue Verfahren erst ab August verpflichtend einführen.

„Bis auf wenige Ausnahmen haben die meisten Vereine ihr System umgestellt“, sagt Guido Goletz von der VR-Bank Hersfeld-Rotenburg. Er weist daraufhin, dass einige Vereine ihren Mitgliedsbeitrag erst Mitte des Jahres einziehen und sich dementsprechend Zeit lassen. Die haben sie jetzt auch, da noch nicht genug Firmen und Vereine auf das neue System eingestellt sind.

„Wir sind über diese Entscheidung mehr als unglücklich“, sagt Goletz über die nach hinten verschobene Frist. Er befürchtet, dass viele Vereine die Umstellung weiter aufschieben. Goletz empfiehlt, sich um die Umstellung schnellstmöglich zu kümmern. „Der Großteil der Vereine, der die Umstellung zu Februar brauchte, hat dies auch getan“, schätzt Hans-Georg Germerote, Vorstand vom Bankverein Bebra, die Lage ein. Auch die rund 300 Vereine, die bei der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg Kunde sind, haben inzwischen die Vorbereitungen zum Sepa-Verfahren abgeschlossen, sagt Vorstandsvorsitzender Reinhard Faulstich. Für die Unternehmen und Vereine, die ohnehin schon auf das neue Verfahren vorbereitet sind, ergebe sich durch den Aufschub faktisch keine Änderung.

Ab Februar sollten die gewohnten Kontonummern und Bankleitzahlen durch die internationale Kontonummer Iban – International Bank Account Number – und Bic, die internationale Bankleitzahl, ersetzt werden. Ziel der Umstellung ist eine Vereinfachung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs. SEITE 2, HINTERGRUND, ZUM TAGE

Von Miriam Linke

Kommentare