Radiologie-Praxis verlässt Klinikum und zieht in Hersfelder City

Mehr Zeit zum ambulanten Röntgen

+
Symbolbild

Hersfeld-Rotenburg. Wer ambulant geröntgt werden muss oder von seinem Arzt zum MRT geschickt wird, muss in Bad Hersfeld künftig nicht mehr zum Klinikum fahren oder den Berg hochlaufen.

Die einzige radiologische Praxis der Drs. Flicker/Szabo/Reh/Hossfeld im Kreis gibt ihre Zweigstelle am Klinikum auf und eröffnet eine neue in der Innenstadt. Das erklärte Dr. Johannes Flicker auf Nachfrage.

Eine weitere Anlaufstelle für Patienten im Kreis befindet sich am Kreiskrankenhaus in Rotenburg, wo ebenfalls ambulant geröntgt sowie CT- und MRT-Bilder (Kernspintomografie) gemacht werden. Wo die neue Bad Hersfelder Praxis sein wird, wollte Flicker noch nicht sagen, dafür aber den Termin: Am 1. Juli soll die Praxis in der Fußgängerzone öffnen. Damit sollen sich die Wartezeiten für die Patienten verkürzen. Im Klinikum müssen ambulante Patienten oft länger warten, weil stationäre Patienten Vorrang haben. Außerdem hätten viele, die von den niedergelassenen Ärzten geschickt würden, kurze Wege zum Röntgen und könnten gleich wieder zurück zu ihrem Arzt gehen. In zwei Stunden liege diesem der Befund per Fax vor, sagte Flicker.

Bisher habe man am Klinikum an vier Tagen der Woche insgesamt nur 25 Stunden die Apparate nutzen können. Ab Juli werden in der neuen Praxis in 40 Stunden Röntgen- und MRT-Bilder angefertigt. Dazu wollen die Ärzte ein neues, hochmodernes MRT anschaffen. Statt 30 ambulante Kernspins könne man dann etwa 95 Patienten pro Woche auf diese Weise untersuchen.

Zu seinem Umzug in die Innenstadt sagte Flicker, die Praxis habe am Klinikum trotz langer Verhandlungen um mehr Stunden keine ausreichende Zeit für die ambulanten Patienten bekommen können. Patienten hätten häufig nicht zwischen Praxis- und Klinik-Röntgen unterscheiden können. „In der Stadt finden die Patienten uns leichter“, erklärte Flicker. SEITE 2

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Kommentare