Forschungsprojekt Gesundheitsrisiko: Ehrenamtliche Mitarbeiter werden gesucht

Mehr Zecken durchs Klima?

bad hersfeld. Geht von Mücken und Zecken in Zukunft ein neues Gesundheitsrisiko für die nordhessische Bevölkerung aus, bedingt durch den prognostizierten Klimawandel? Dieser Frage wird im Rahmen des Verbundprojektes KLIMZUG-Nordhessen in einem Forschungsprojekt der Hochschule Fulda nachgegangen.

Ermittelt werden soll in diesem Projekt zum einen, wie es um die derzeitige Verbreitung humaner Krankheitserreger in Stechmücken und Zecken in Nordhessen bestellt ist. Zum anderen geht es um die Frage, ob mit Hilfe der Bevölkerung ein Überwachungssystem für diese Tiere aufgebaut werden kann, das der Prävention dient.

Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das Aussagen über eine zeitlich-räumliche Beziehung zwischen dem Klimawandel und dem Auftreten von Krankheiten wie Borreliose zulässt. Der besondere Ansatz des Projektes liegt dabei in der engen Einbeziehung der Bevölkerung in die Forschung. Die Beobachtung, also das Sammeln und Bestimmen von Mücken und Zecken, soll nach und nach von interessierten Bürgerinnen und Bürgern übernommen werden. Ausgehend von der direkten Beteiligung dieser Interessierten, die als Multiplikatoren das erworbene Wissen über von Mücken und Zecken übertragene Krankheiten weitergeben, soll dann die Sensibilisierung der Bevölkerung insgesamt stattfinden.

Projektleiter Professor Thilo Schlott sucht Personen, die sich an diesem Forschungsprojekt beteiligen möchten. Eine Veranstaltung für Interessierte, die sich informieren und gegebenenfalls aktiv beteiligen möchten, findet am 26. Mai von 18 bis 20 Uhr in der Kreisverwaltung des Landkreises Hersfeld-Rotenburg im Kreistagssitzungssaal, Friedloser Straße 12, Bad Hersfeld statt. Für Rückfragen steht der Klimaanpassungsbeauftragte für den Kreis Hersfeld-Rotenburg, Volker Schmidt, gerne zur Verfügung, Tel.: 06621 / 87435. (red)

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