Bad Hersfelder Schülerzeitung Obersburger erhält Auszeichnung – Nachwuchsjournalisten gesucht

Mehr als nur Witze vom Schulhof

Freuen sich über den Erfolg der Schülerzeitung Obersburger: Katharina Kurz, Benedikt Schoenemann und Hendrikje Sommer. Foto: Peukert

Bad Hersfeld. „Von Schülern für Schüler“ – so lautet das Credo der Redakteure des Obersburgers. Und das Konzept der Schülerzeitung der Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld scheint aufzugehen. Denn das Heft, welches derzeit einmal pro Schuljahr erscheint, wurde im Juni von der Jugendpresse Deutschland mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Die Thematik und das Layout überzeugten die Jury. „Die 24. Ausgabe unserer Schülerzeitung hatte das Oberthema Kunst und erschien erstmals in Farbe“, erklärt Katharina Kurz. Sie war die Chefredakteurin der Ausgabe 2014. Inzwischen hat Kurz das Abitur in der Tasche und will ab September Internationales Medienmangement in Karlsruhe studieren. Dennoch steht die 18-Jährige der Redaktion weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

Nachwuchs gesucht

„Der Obersburger soll mehr Inhalt liefern als die besten Witze vom Schulhof oder den Speiseplan der Cafeteria“, stellt Kurz klar. Einmal pro Woche treffen sich die Schüler zur Redaktionssitzung, manchmal sogar samstags.

Die Suche nach Nachwuchsjournalisten gestaltet sich schwierig. Die Anzahl der Redaktionsmitglieder schwankt, im Durchschnitt sind es fünf. „Wenn die Schüler zu uns ans Oberstufengymnasium kommen, müssen sie sich erstmal orientieren. In der zwölften Klasse haben sie zwar meist Zeit, aber in der 13. ist dann Abi-Stress angesagt“, berichtet Benedikt Schoenemann (19), der derzeitige Chefredakteur.

Für die Schülerzeitung werden nicht nur Jugendliche aus dem Deutsch-Leistungskurs gesucht. Neben dem Schreiben von Artikeln müssen für den Obersburger auch Werbekunden akquiriert werden. Die Text- und Bildgestaltung des Heftes, das sogenannte Layout, wird ebenso von den Schülern selbst übernommen. „Ich halte mich eher im Hintergrund. Ich bin für das Lektorat zuständig und übernehme organisatorische Aufgaben“, erzählt Hendrikje Sommer. Sie ist Lehrerin für Deutsch und Englisch an der Modellschule Obersberg und betreut seit zwei Jahren die Schülerzeitung.

Langfristig soll das Heft regelmäßiger, im besten Falle alle drei Monate, erscheinen. Dann könne auch über aktuellere Themen, wie zum Beispiel die Flüchtlinge im Kreis, berichtet werden, so die Pläne von Kurz.

Von Sindy Peukert

Kommentare