Direktor des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen zu Gast in Hersfeld-Rotenburg

Mehr Unterstützung nötig

Uwe Brückmann (links), Direktor des Landeswohlfahrtverbandes, spricht mit Behinderten in der Tagesstätte der Brücke in Bad Hersfeld. Foto: Manns

Bad Hersfeld. Mehr Transparenz in der Behindertenhilfe zu schaffen, ist das Ziel von Uwe Brückmann, Landesdirektor des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen. Deshalb sucht er alle hessischen Kreise und kreisfreien Städte auf. Dabei will er die Arbeit für die behinderten Menschen in den Fokus rücken und für Verständnis werben. „Gerade in dieser Zeit angespannter kommunaler Haushalte möchte ich zeigen, was mit dem Geld, das wir von unseren Trägern erhalten, vor Ort geschieht“, betont Landesdirektor Brückmann.

Die Brücke besucht

Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg war Brückmann zu Gast. Er traf die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz zum Hintergrundgespräch und besuchte die Tagesstätte des Vereins „Die Brücke“ in Bad Hersfeld. Sie bietet 37 Menschen mit einer seelischen Behinderung oder einer Abhängigkeitserkrankung Unterstützung im Alltag. Das Angebot wird zu fast 100 Prozent vom LWV finanziert.

„Es wird eine große Herausforderung der kommenden Jahre sein, die Qualität in der Behindertenhilfe in Hessen zu sichern, ohne die Kreise und Städte über Gebühr zu belasten“, sagt der Landesdirektor und Kämmerer des LWV. Gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen und den Trägern der Behindertenhilfe vor Ort, suche der LWV nach neuen innovativen Konzepten.

Brückmann verweist in diesem Zusammenhang auf die stetig steigenden Fallzahlen: „In diesem Jahr werden rund 50 000 Menschen in Hessen Leistungen von uns erhalten. Diese Menschen haben einen gesetzlichen Anspruch auf Unterstützung und ihre Zahl steigt von Jahr zu Jahr.“ Obwohl der LWV Kosten in der Verwaltung eingespart habe, reichten diese Einsparungen nicht aus, um die Kostensteigerung in der Behindertenhilfe aufzufangen, fügt Brückmann hinzu. (red) Weitere Texte

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