Läden im Kreis bleiben auch nach Weihnachten voll – Geschenke gezielt gekauft

Mehr Umsatz als Umtausch

Hersfeld-rotenburg. In den Geschäften drängen sich Menschen, die nach Weihnachten gefüllten Geldbörsen werden leerer. Viele Hersfeld-Rotenburger nutzen die Zeit zwischen den Jahren zum Stöbern. Durch die Bad Hersfelder Innenstadt schieben sich Paare, Familien und Einzelkämpfer. Genau deshalb setzt sich das gute Geschäft der Einzelhändler auch nach Weihnachten fort. Sie sind zufrieden.

„Die Woche nach Weihnachten ist eine der wichtigsten im Jahr für den Umsatz. Die Zahl der Kunden ist vergleichbar mit dem Betrieb in der vorweihnachtlichen Zeit“, sagt Kerstin Bier, Chefin der Modehäuser Bier und You and Me in Rotenburg. Grund: Viele nutzen ihren Urlaub dazu, Gutscheine gegen Waren einzutauschen oder sich selbst zu beschenken. Währenddessen haben beispielsweise die vier Mitarbeiter beim Juwelier Meyer & Sohn in Rotenburg viel damit zu tun, Ringgrößen anzupassen und Uhrenarmbänder zu ändern.

Einig sind sich die Einzelhändler aus Bad Hersfeld und Rotenburg darin, dass die allermeisten ihrer Kunden entweder ganz gezielt Geschenke gekauft oder gleich zu Gutscheinen gegriffen haben. Denn viele Geschäftsführer gehen davon aus, dass im Vergleich zu den vergangenen Jahren eher wenige Dinge umgetauscht werden. Eine Ausnahme scheinen Buchgeschenke gewesen zu sein. „Während wir in 2008 erstaunlich wenige Umtauschaktionen hatten, gab es wohl zum Weihnachtsfest 2009 etliche Spontankäufe. Die Leute haben sich an den Bestsellerlisten orientiert und tauschen jetzt viele Bücher um, die doppelt geschenkt wurden“, sagte Buchhändlerin Astrid Bönigk von der Hoehlschen Buchhandlung in der City Galerie Bad Hersfeld.

„Wir haben am ersten Geschäftstag nach Weihnachten ungefähr 30 Dinge umgetauscht. Das ist verschwindend gering im Vergleich zu den Verkäufen vor Weihnachten pro Tag“, sagt dagegen Jürgen Thielemann vom Spielfachgeschäft Sulzer in Bad Hersfeld. 80 Prozent seiner Kunden wissen demnach genau, was sie wollen. Die restlichen 20 Prozent besorgen Gutscheine. „Und viele kommen eben direkt nach den Feiertagen, um sich etwas für ihre Gutscheine auszusuchen – beispielsweise die Jugendlichen“, sagt er. Zum tage

Von Judith Strecker

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