Wasserkraftwerk am Bad Hersfelder Fuldawehr wird gründlich überarbeitet

Mehr Sicherheit für Fische

Strom für die Kreisstadt: Am Fuldawehr mit seinem Turbinenhaus (rechts) wird derzeit gebaut. Gut erkennbar ist die neue Abschwemmrinne. Foto: Landsiedel

Bad Hersfeld. Zur Zeit stehen alle Turbinen-Räder am Bad Hersfelder Fuldawehr still. Unter der Leitung des Kasseler Ingenieurbüros Wagu arbeiten die Firmen Klewa Wasserbautechnik aus Bielefeld, Weigert & Bähr Turbinen- und Stahlwasserbau aus Renchen bei Ulm sowie das Bad Hersfelder Bauunternehmen Räuber an der Ertüchtigung des Wasserkraftwerks an der Fulda.

Da in Kürze die Erneuerung der wasserrechtlichen Genehmigung für das Kraftwerk erforderlich wird, muss die Anlage an die aktuellen Auflagen mit gestiegenen Anforderungen zum Fisch- und Gewässerschutz angepasst werden. Nachdem bereits eine Fischtreppe durch die Stadt Bad Hersfeld umgebaut wurde (unsere Zeitung berichtete), wird nun zum Schutz der Fische der Einlauf in das Wasserkraftwerk gründlich überarbeitet. Ein neues fischschonendes Rechensystem, eine Abschwemmrinne und ein sogenanntes Aalrohr verhindern, dass Fische beim Passieren des Wasserkraftwerks in die Turbinen geraten und dabei zu Schaden kommen.

Zwar wurde dies auch durch die alten Rechen schon weitgehend verhindert, das nach neuesten Erkenntnissen konzipierte System gewährleistet dies jedoch durch einen von 20 auf 15 Millimeter verkleinerten Stababstand und ein abgerundetes, strömungsgünstiges Profil der einzelnen Rechenstäbe wesentlich schonender. Weil während der Arbeiten das Wasserkraftwerk ohnehin zwangsweise stillsteht, werden gleichzeitig die beiden Turbinen einer gründlichen Revision unterworfen.

Auch der Schaltschrank mit der Steuerelektronik wird komplett erneuert. Insgesamt investieren die Stadtwerke rund 230 000 Euro. Nach Abschluss der Arbeiten in etwa vier Wochen kann die Anlage wieder sauberen Strom ins Netz einspeisen.

Von Thomas Landsiedel

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