Mehr oder weniger unbequem

Liebe Leserinnen und Leser im Hersfelder Land, die Kanutour-Anbieter des Wartburgkreises äußerten sich zuletzt enttäuscht über die Verhältnisse auf der Werra. Bäume und Müll machten Touren in dieser Saison oftmals schwer möglich und verdarben jeglichen Spaß. Für die Kanuten wie Touranbieter sei das ein großes Ärgernis gewesen. Die Situation, sagten einige Anbieter, habe dem Tourismus der Region sogar nachhaltig geschadet. Hinzu kamen schlechtes Wetter und die Bauarbeiten an einem Wehr der Werra in Philippsthal – das hat die Situation keineswegs einfacher gemacht. Warum ist dagegen eigentlich nichts unternommen worden? Diese unbequeme Frage richteten die Anbieter an die Flussmeisterei. Diese konnte den Unmut nachvollziehen, aber auch nicht viel zur Verbesserung der Situation versprechen. Zuerst müsse sich die Flussmeisterei um abgerutschte Bäume kümmern, die unmittelbar Häuser bedrohen. Davon gibt es nach dem Hochwasser der vergangenen Monate viele, aber nicht ausreichend Technik um zusätzliche Stellen des Flusses zu bereinigen. Und der Tourismus steht an dieser Stelle nun mal hinten an.

Unbequem, das war auch das Stichwort von Landrat Reinhard Krebs (CDU), als er in der vergangenen Woche den Denkmalpreis des Wartburgkreises verlieh. Zwei Familien aus der Rhön – eine aus Vacha, eine aus Schleid – bekamen den Preis, weil sie sich um den Erhalt und die Restaurierung historisch wertvoller Gebäude verdient gemacht haben. Der Bürgermeister der Gemeinde Barchfeld, Ralph Groß (CDU) bekam in diesem Zusammenhang ein besonderes Lob ausgesprochen, da sich seine Gemeinde besonders für den Erhalt von zwei historischen Schlössern einsetzt. 2011 und 2012 hatte die Gemeinde diese gekauft und arbeitet fleißig an der Sanierung. Auch wenn diese Denkmäler in Barchfeld unbequem seien, wie der Landrat betonte, investiert die Gemeinde viel dafür.

Keinesfalls unbequem werden es die Besucher des Bad Salzunger Keltenbades in Zukunft haben. Dort wird derzeit eine Außensauna gebaut - auf einer Fläche von 3400 Quadratmetern. Im November sollen die Arbeiten beendet sein. Bis dahin wird es im Innenbereich – der derzeit auch saniert wird – aber schon wieder rund gehen. Am 13. Oktober steht die lang ersehnte Wiedereröffnung des Keltenbades an. Dann sind selbstverständlich auch Sie, liebe Leserinnen und Leser der Hersfelder Zeitung, eingeladen, die echte Salzunger Sole zu erleben.

sven.wagner@stz-online.de

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