Hohenroda hat niedrigste Quote in Nordhessen

Mehr Menschen im Kreis sind überschuldet

Hersfeld-Rotenburg. Jeder elfte Mensch im Kreis Hersfeld-Rotenburg kann seine Schulden nicht begleichen. Die Schuldnerquote ist 2015 leicht auf 9,36 Prozent gestiegen (plus 0,17 Prozentpunkte).

Das ist das Ergebnis des neuesten Schuldneratlas, den die Wirtschaftsauskunftei Creditreform herausgibt. Hersfeld-Rotenburg liegt mit seiner leicht gestiegenen Schuldnerquote im allgemeinen Trend und unter dem Bundesdurchschnitt von 9,92 Prozent. In Nordhessen gibt es nur im Kreis Kassel noch einen geringeren Anteil an überschuldeten Menschen.

„Von Überschuldung spricht man, wenn der Schuldner seine fälligen Zahlungsverpflichtungen mit hoher Wahrscheinlichkeit über einen längeren Zeitraum nicht begleichen kann und ihm zur Deckung seines Lebensunterhaltes weder Vermögen noch Kreditmöglichkeiten zur Verfügung stehen“, erklärt Sebastian Schlegel, Geschäftsführer von Creditreform Kassel.

In Hohenroda ist die Schuldnerquote noch einmal leicht auf 5,65 Prozent gesunken – das beste Ergebnis in Nordhessen. Andererseits hat Haunetal mit einem Plus von 1,15 Prozentpunkten den höchsten Zuwachs an Schuldnern in der gesamten Region.

Cornberg hat die höchste Schuldnerquote im Kreis (12,65), gefolgt von den drei größten Städten: Bebra (11,35), Rotenburg (11,27) und Bad Hersfeld (11,00). (mcj)

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