Eingangsbereich des Altenzentrums Hospital grundlegend renoviert und neu gestaltet

Mehr Licht, Luft und Farbe

Jung tanzt für Alt: Zur Eröffnung der neu gestalteten Eingangshalle des Altenzentrums Hospital legten diese jungen Damen orientalische Tänze aufs frische Parkett. Foto: Schmidl

bad hersfeld. „Er ist derjenige, der dafür gesorgt hat, dass dieses Haus gebaut wurde“, erklärte der Leiter des Altenzentrums Hospitalind Bad Hersfeld, Ronald Loot, und meinte damit Bürgermeister Hartmut H. Boehmer, der zur Übergabe der grundlegend renovierten Eingangshalle des Hauses sein Grußwort an die zahlreichen Gäste richtete.

„Es ist ein guter Tag für sie“, begrüßte er die Bewohnerinnen und Bewohner, die sich sichtlich über den neu gestalteten Eingangsbereich freuten, in dem Licht, Luft und Farbe Einzug gehalten haben.

„Vor einem Jahr durfte ich mit ihnen gemeinsam die schönste Terrasse von Bad Hersfeld einweihen, heute die schönste Eingangshalle dieser Stadt“, freute sich Boehmer. In den siebziger Jahren hatte die Stadt dieses Gebäude in vier Bauabschnitten errichten lassen und später an den jetzigen Träger, die Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen mit Sitz in Hofgeismar, verkauft.

Vorher dunkle Hölle

Die in die Jahre gekommene Eingangshalle, die Heimleiter Ronald Loot als „eine dunkle Höhle“ bezeichnete und die sogar muffig roch, ist nach der umfangreichen Renovierung nicht wieder zu erkennen. Sie lädt dank einer neu geschaffenen Cafe-Lounge zum Verweilen ein und bietet mit der modernisierten „Lullus-Stube“ und der heimeligen achteckigen „Lingg-Stube“ Räumlichkeiten zur vielfältigen Nutzung.

Es war auch noch genügend Platz für neue Büroräume, von denen einer das künftige Alten-Beratungs-Centrum beherbergt. Dieses dient als Anlaufstelle für sämtliche Belange der Bewohner, externe und interne Kunden werden hier über die Angebote im Haus beraten und hier gibt es auch regelmäßige Sprechstunden der Pflegedienstleitung.

Lob, Dank und Anerkennung für die Planung und Durchführung sprach Dekan Ulrich Brill den dafür Verantwortlichen aus. Davon durfte sich Architekt Hermann Dralle angesprochen fühlen, der mit einem Augenzwinkern aufforderte: „Bringen sie Leben in die Bude“.

Das übernahmen an diesem Tag Jugendliche der Stadtjugendpflege. Damit Tanz und Trommeln Raum haben, beschränkte sich die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz auf ein kurzes Grußwort. Die Gruppen „Shalima“ und „Crystal Gunzz“ tanzten barfuß zu orientalischen Klängen und modernen Rhythmen auf dem nagelneuen Fußboden.

Junge Paten

Auch die Schülerinnen und Schüler der Geistalschule, die Patenschaften für einige Senioren übernommen haben und sich vielfältig in das Alltagsgeschehen dieser Einrichtung einbringen, waren anwesend. Die Mitarbeiterinnen servierten an diesem besonderen Tag Sekt und Orangensaft, damit alle auf den gelungenen Umbau für Gesamtkosten von 300 000 Euro anstoßen konnten.

Vernissage

An die Einweihung der Eingangshalle schloss sich die Vernissage zur Ausstellung „Theater auf Papier und Leinwand“an: Bilder und Grafiken zu Wilhelm Tell, Faust, Don Carlos und anderen Dramen, die von der Bad Hersfelder Malerin und Bildhauerin Renate Wandel geschaffen wurden.

Die Werke, von denen sofort der „Rütli-Schwur“ ins Auge fällt, scheinen auf das Farbkonzept der Inneneinrichtung abgestimmt zu sein. Die Ausstellung ist bis zum 29. August zu sehen.

Von Gudrun Schmidl

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