Bad Hersfeld macht auf Veranstaltungen abseits der großen Events aufmerksam

Mehr Kultur als man denkt

Mehr Kultur als man denkt: Reinhold Schott (2.v.l.) hat in der Stadtverwaltung das Projekt „Ganzjahreskultur“ betreut, das er jetzt im Ausschuss für Kultur und Bildung vorstellte. Links neben ihm Bürgermeister Thomas Fehling, rechts Ausschussvorsitzender Dr. Thomas Handke, ganz rechts die Stadtverordnete Brigitte Hofmann. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Es begann mit einer Idee. Dann war jede Menge Kleinarbeit zu leisten. Und schließlich wurden 30 Plakate gedruckt. Auf denen stand fein säuberlich aufgelistet, was in den beiden ersten Monaten des Jahres kulturell in Bad Hersfeld geboten wird.

„Die Resonanz war überwältigend. Bei den Leuten und bei den Veranstaltern,“ berichtete Reinhold Schott, bei der Stadt Bad Hersfeld zuständig für das, was unter dem Begriff „Ganzjahreskultur“ verstanden wird.

Denn dass die Stadt mehr zu bieten hat als Festspiele, Lolls und Live-Jazz, das wussten zwar viele, doch präsent war das Angebot abseits der großen Events nicht. So blühte manches kulturelle Pflänzlein arg im Verborgenen. Schotts Aufgabe war es, diese bislang unentdeckten Schätze zu sammeln und bekannt(er) zu machen.

Das vielfältige Programm im Buchcafé, die städtischen Theaterveranstaltungen, Ausstellungen in der Galerie im Stift, Vorträge im Kulturbund, Veranstaltungen in der Stadthalle, das Kabarett hier, den Heimatabend da und das Konzert dort – das alles und noch viel mehr nach Datum sortiert und hintereinander aufgeführt ergibt einen Kalender, den Schott unter dem Titel „KulTour“ von der Agentur „ultraviolett“ professionell gestalten und dann verbreiten ließ.

Den 30 Exemplaren der Erstauflage folgten für die Monate März und April schon 80 Plakate, die bis auf einen kleinen Rest ihre Abnehmer fanden.

Im Stadtverordneten-Ausschuss für Kultur und Bildung stellte Reinhold Schott jetzt auch den Flyer „events, treffs, termine“ vor, der vierteljährlich erscheint. Der gibt für drei Monate eine genaue Übersicht und führt für die folgenden neun Monate all das auf, was bis Drucklegung an Highlights schon bekannt geworden ist. Der Flyer ist also immer auch ein kulturelles Jahresprogramm.

Darüber hinaus wurde eine Symbolik für die verschiedenen Veranstaltungsorte entworfen, die auf Stadtplänen und in Übersichten eingesetzt wird. Und nicht zuletzt arbeitet Reinhold Schott am Aufbau eines Geo-Caching, das Stadterkundungen auf thematisch verschiedenen Routen ermöglicht, etwa für Kinder oder gestresste Manager.

Von Karl Schönholtz

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