18 von 29 Einrichtungen im Kreis sind nach den Ferien dabei

Mehr Ganztagsangebote an den Grundschulen

Hersfeld-Rotenburg. 16 von 29 Grundschulen im Kreis Hersfeld-Rotenburg bieten bereits an mindestens drei Tagen in der Woche Nachmittagsangebote an. Zum Schuljahr 2015/2016, also nach den Sommerferien, kommen zwei weitere hinzu – die Grundschule Aulatal in Kirchheim und die Grundschule Landeck in Schenklengsfeld. Damit setzt sich der auch vom Land Hessen forcierte Ausbau der Ganztagsbetreuung fort.

Die Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, dass spätestens in fünf Jahren alle Grundschulen an fünf Wochentagen sowie in den Ferien Nachmittagsangebote bis 17 Uhr vorhalten. Elke Künholz, Schuldezernentin im Kreis, findet das grundsätzlich begrüßenswert, allerdings sieht sie auch ernorme Kosten auf den Landkreis als Schulträger zukommen, der für die Zeit nach 14.30 Uhr sowie die Mittagsverpflegung verantwortlich ist.

Wenn für die Betreuung, wie aktuell diskutiert, in Zukunft weiteres und nur noch besonders qualifiziertes Personal notwendig würde, würde das zusätzliches festes Personal bedeuten. „Die engagierte Mutter, die gerne bastelt, oder der pensionierte Förster, der den Kindern den Wald erklärt, könnten wir dann nicht mehr einsetzen“, fürchtet Künholz. „Wir müssen dahin kommen, dass es im ländlichen Raum überall Ganztagsangebote oder Ganztagsschulen gibt“, sagt die Schuldezernentin. „Aber nicht, ohne die Schulträger an den Plänen zu beteiligen.“

Man arbeite daran, alle Grundschulen zu überzeugen, wenigstens an drei Tagen Nachmittagsangebote zu installieren. Das nütze den Schulen, den Kindern und den Eltern. Federführend organisiert wird das Nachmittagsprogramm derzeit von den Fördervereinen der Schulen, die in Kontakt mit dem Fachdienst Schulverwaltung beim Landkreis stehen. Das jeweilige Konzept muss vom Staatlichen Schulamt zusammen mit dem Kreis als Schulträger genehmigt werden. Hintergrund, Zum Tage, Seite 2

Von Nadine Maaz

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