Die Stadt Bad Hersfeld entwickelt ein Konzept für die „Ganzjahreskultur“

Mehr als Festspiele und Oper

Reinhold Schott (links), zuständig für die Ausstellungen in der „Galerie im Stift“ (Museum), hat das Konzept für die Ganzjahreskultur entworfen. Rechts im Bild Stadträtin Birgit zum Winkel, die nicht nur bei der erfolgreichen da Vinci-Ausstellung (Foto) den Magistrat vertrat. Foto: Archiv

Bad Hersfeld. Kultur in Bad Hersfeld soll auch in der öffentlichen Wahrnehmung künftig mehr darstellen als Festspiele und Oper. Das ist der Hintergrund eines Konzepts zur „Ganzjahreskultur“, das Reinhold Schott jetzt dem Stadtverordneten-Ausschuss für Bildung und Kultur vorstellte.

Schott, der im städtischen Fachbereich Kultur, Sport, Soziales unter anderem für das Abo-Theater und die Ausstellungen im Museum zu ständig ist, hat sich dafür gewissermaßen eine Runderneuerung der Angebots-Darstellung vorgenommen.

So haben die bislang als „Kapitelsaal“ oder „Dachgeschoss“ bezeichneten Ausstellungsräume im Museum den neuen Namen „Galerie im Stift“ erhalten. Ein entsprechender Schriftzug und ein Logo sind in Arbeit.

3700 zahlende Besucher in sechs Wochen bei der Mitmach-Ausstellung mit technischen Exponaten, die auf Entwürfen von Leonardo da Vinci beruhten – das hat Schott ermutigt, bei der Planung künftiger Veranstaltungen auch auf ein jüngeres Publikum beziehungsweise die ganze Familie zu setzen.

Ideen gibt es außerdem zu einem Karikaturen-Frühschoppen im Zusammenhang mit der laufenden Ausstellung „Tatort Familie“, zur Wiederbelebung der Museums-Konzerte und zur Nutzung des Staudengartens, um bei Bedarf auch große Skulpturen präsentieren zu können. All das sah der Stadtverordnete Gerhard Finke als geeignet an, vielen Besuchern die Schwellenangst vor der vermeintlich zu hohen Kunst zu nehmen.

Die „Galerie im Stift“ ist jedoch auch nur ein Baustein, aus denen das Gebäude „Ganzjahreskultur“ gebaut werden soll.

In Zusammenarbeit mit der Konrad-Duden-Schule wird derzeit ein Kultur-Netzplan erstellt, der Veranstaltungsorte und Anbieter im Überblick zeigt. Die Sammlung möglichst vieler bereits feststehender Termine soll in einen ersten Flyer münden, der im Januar erscheint.

Schott weiß, dass seine Terminübersicht ständig ergänzt werden muss. Gleichwohl ist er zuversichtlich, dass sich so auch Überschneidungen vermeiden lassen, wie sie nun bereits zum zweiten Mal beim Live-Jazz und beim Auftritt von Matthias Richling in der Stiftsruine passiert sind.

Wer Termine mitteilen möchte, hier ist die Adresse: kultur@bad-hersfeld.de

Von Karl Schönholtz

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