Landratswahl: Koch oder Künholz – wer macht das Rennen?

Mehr Briefwähler als vor zwei Wochen

Hersfeld-Rotenburg. Für die morgige, entscheidende Stichwahl um das Amt des Landrats zwischen Elke Künholz (SPD) und Dr. Michael Koch (CDU) zeichnet sich offenbar eine höhere Wahlbeteiligung ab als vor zwei Wochen. Darauf lässt zumindest die Nachfrage nach Briefwahlunterlagen in den vier Städten des Kreises schließen.

In Bad Hersfeld sind nach Auskunft von Stadtsprecher Meik Ebert bis gestern Mittag 2054 Briefwahlunterlagen angefordert worden. Vor zwei Wochen waren es lediglich 1850. Das entspricht einem Plus von elf Prozent. Um fast 20 Prozent ist die Nachfrage nach Briefwahlunterlagen in Rotenburg gestiegen. Nach Angaben von Wahlleiter Helmut Hartmann hatten bis gestern Mittag rund 900 Menschen Wahlscheine beantragt. Beim ersten Urnengang hatte er 754 Stimmzettel ausgegeben. In Bebra und Heringen wurden jeweils acht Prozent mehr Wahlunterlagen ausgegeben. Laut Friedhelm Eyert vom Bebraer Wahlamt stieg die Nachfrage von 679 auf 734. Der Wahlleiter von Heringen, Kai Adam, vermeldete einen Anstieg von 499 auf 541.

Die Wahlbeteiligung lag beim ersten Wahlgang bei 36,6 Prozent. Beide Kandidaten hoffen diesmal auf eine deutlich höhere Wahlbeteiligung. In Interviews mit unserer Zeitung warben Künholz und Koch erneut für ihre Person und ihre Positionen. Künholz verteidigte sich gegen Kritik aus den Reihen der CDU und bezeichnete ihre langjährige kommunalpolitische Erfahrung als ihren Vorzug gegenüber dem CDU-Kontrahenten.

Koch erneuerte seine Kritik an der Arbeit der Ersten Kreisbeigeordneten Künholz und bezeichnete ihre Wahlversprechen als unredlich.

Auch im Schwalm-Eder-Kreis wird morgen ein neuer Landrat gewählt. Winfried Becker (SPD) und Mark Weinmeister (CDU) bewerben sich dort um die Nachfolge des im Dezember verstorbenen Frank-Martin Neupärtl. Seite 2

Von Sebastian Schaffner und Kai A. Struthoff

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