3276 Betroffene im Juli – Positive Entwicklung mit Blick auf 2012

Mehr Arbeitslose in den Sommerferien

Hersfeld-Rotenburg. Die Sommerferien lassen die Arbeitslosenzahlen ansteigen. Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gab es im Juli jahreszeitüblich mehr Arbeitslose. Insgesamt waren im vergangenen Monat 3276 Menschen arbeitslos gemeldet – 1350 Personen bei der Arbeitsagentur und 1926 im kommunalen Jobcenter des Landkreises.

Das waren 70 Arbeitslose mehr als im Juni, aber 78 arbeitslose Menschen weniger als im Juli 2012. Dies teilte die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda gestern mit.

Die Arbeitslosenquote im Kreis liegt damit bei 5,2 Prozent. Zuletzt seien im Jahr 2011 weniger Menschen im Ferienmonat Juli arbeitslos gemeldet gewesen. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist zur Jahresmitte üblich“, kommentiert Gerhard Ruch, Geschäftsführer in der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, die aktuellen Zahlen. „Ausbildungs- und Schulende, Sommerferien und das Quartalsende sind die jahreszeitlich üblichen Einflüsse, die sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen.“

Auch im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda für den Landkreis Fulda und den Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist die Arbeitslosigkeit im Juli angestiegen. Insgesamt waren in beiden Kreisen 7383 Menschen arbeitslos gemeldet – 3245 Personen bei der Arbeitsagentur und 4138 Personen in den kommunalen Jobcentern der Landkreise. Das waren 364 Arbeitslose mehr als im Juni und 213 arbeitslose Menschen weniger als im Juli 2012. Die Arbeitslosenquote sank binnen Jahresfrist um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent.

Erfreulich sei demnach auch mit Blick auf beide Kreise die Entwicklung im Vorjahresvergleich: Die Region Bad Hersfeld-Fulda sei nämlich die einzige in Hessen, in der im Juli ein nennenswerter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen war (Minus 2,8 Prozent). Nach den Ferien verbessern sich die Vermittlungschancen für Arbeitslose laut Gerhard Ruch erfahrungsgemäß wieder. (red/nm)

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