Meckern, suchen und Kopfschütteln

Karl Schönholtz

Es wird gerne gemeckert im Städtchen. Und die Gestaltung des Bad Hersfelder Weihnachtsmarktes gab in der Vergangenheit oft genug Anlass dazu: die Bühne zu klein, die Bühne fernab vom Geschehen, die Bühne zu kahl und überhaupt. Die Buden zu weit auseinander, die Buden zu verschachtelt, das Angebot nicht attraktiv genug und überhaupt. Deswegen stellen wir diesmal ebenso überrascht wie gerne fest, dass es beim Weihnachtsmarkt 2012 offenbar nichts zu meckern gibt. Jedenfalls ist uns bislang nichts in dieser Richtung zu Ohren gekommen. Das hat auch Organisator Philipp Kaufmann vom Stadtmarketingverein erfreut zur Kenntnis genommen. Der hat in den vergangenen Jahren immer wieder neu über den Markt nachgedacht, Vieles ausprobiert, Manches wieder verworfen und Einiges beibehalten. Jetzt scheint er so etwas wie das Ideal gefunden zu haben. Glückwunsch!

Lange gesucht hat auch die Firma OBI, um den aus allen Nähten platzenden Markt im Rechberggelände vergrößern zu können. Jetzt ist die Sache eingetütet (siehe Bericht oben). Im Gespräch waren zwischenzeitlich auch das Gelände der ehemaligen Autozentrale in der Konrad-Zuse-Straße und zuletzt das Gewerbegebiet an der Haune, wo einige Flächen frei geworden waren. Dort will aber nun – wie man hört – einer der Eigentümer, der ursprünglich verkaufen wollte, nun doch nicht verkaufen. Für interessierte Projektentwickler mag das misslich sein, doch für die OBI-Expansion spielt es seit gestern keine Rolle mehr.

Der eine hatte wohl nicht ganz verstanden, was gemeint war, und der andere wollte nur mal einen Scherz machen. In beiden Fällen war jedoch ungläubiges Kopfschütteln die Reaktion, als im Bad Hersfelder Kulturausschuss beim Thema einer Ehrenmitgliedschaft im Ensemble der Festspiele auch die Namen Franz Beckenbauer und Steffi Graf fielen. Na, was nicht ist kann ja noch werden: Vielleicht gibt es eines Tages „Das aktuelle Sportstudio“ als Bühnenstück mit dem Franz als Nebendarsteller an der Torwand. Dann rasch damit auf den Spielplan der Festspiele und schon war der Vorschlag im Ausschuss nicht ganz so daneben, wie es zunächst den Anschein hatte...

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