Pause für gekaufte Sachen: Spielzeugfreie Tage im Bad Hersfelder Kinderhaus

Material liefert der Alltag

Eigenes Spielzeug leicht gemacht: Kindergartenleiterin Ruth Stein mit ihren kleinen Handwerkern. Foto: nh

Bad Hersfeld. Die Spielzeugregale in den Räumen des Kinderhauses an der Bad Hersfelder Hainstraße waren ungewöhnlich leer. Für einige Wochen hat der Kindergarten an dem auf Elterninitiative organisierten Projekt „Spielzeugfrei“ teilgenommen, bei dem Phantasie, Kreativität und die eigene Ideen der Kinder gefragt sind.

Entdecken und Erfinden

„Wir wollen die Kinder zum Entdecken und Erfinden anregen und ihnen dabei einen wertschätzenden Umgang mit Materialien und Ressourcen unserer Umwelt näher bringen“, erläutert Ruth Stein, Leiterin des pädagogischen Teams, die Hintergründe der Aktion.

Sie und ihre Teamkolleginnen Cornelia Jadkowski und Manuela Döring entwickelten ein Konzept, bei dem das Herstellen von Spielsachen aus Alltagsmaterialien wie Joghurtbechern, Schachteln, Zeitungspapier oder Korken im Mittelpunkt steht. Gekaufte Puppen, Spiele oder Legosteine haben solange Pause.

Unter Anleitung des Praktikanten Jörg Ruppel durften selbst die kleinsten Kinder ihr handwerkliches Geschick beweisen und mit Werkzeugen wie Säge, Raspel und Hammer eigenes Holzspielzeug bauen.

Das Kinderhaus, das vom Verein Eltern-Kind-Gruppe getragen wird, ist Bad Hersfelds älteste private Kindertagesstätte.

18 Jungen und Mädchen im Alter von 2 bis 6 Jahren werden in einer altersgemischten Gruppe betreut. Die Einrichtung feiert im diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. (red/kh)

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