Luther-Musical wird am Samstag in der Bad Hersfelder Martinskirche gezeigt

Martin L. veränderte die Welt

Martin L. vor dem Wormser Reichstag – in der Inszenierung des Theaters Katakombe aus Frankfurt. Das Luther-Musical ist am Samstag ab 19 Uhr in der Martinskirche zu sehen.

Bad Hersfeld. Martin L. – Das Luthermusical der Katakombe Frankfurt ist am kommenden Samstag, 25. September, zu Gast in der Martinskirche Bad Hersfeld.

Das Musical zeigt die Jugend- und Studienjahre des Reformators (1483-1546) bis zu den Bauernkriegen. Die Produktion heißt „Martin L.“, um sich nicht sklavisch an Luthers Biografie halten zu müssen. Sie hatte im Sommer 2008 bei den Erfurter Domfestspielen ihre Premiere als Freilichtaufführung und wird nun in einer Fassung der Katakombe Frankfurt in Bad Hersfeld gezeigt.

Fiktive Figur

Die fiktive Figur des Jörg, die zweifelnde Seite Martins, eröffnet das Spiel und führt durch die Handlung. Martin L., ein junger Student, begegnet der Bürgerstochter Ursula Schalbe und verliebt sich in sie. Sie ist zwar nach dem Willen ihrer Familie verlobt, doch Martins Freunde schaffen es, am Rande eines Mysterienspiels auf dem Marktplatz Ursulas Verlobten der Lächerlichkeit preiszugeben. Der Verbindung scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Dann gerät Martin in ein schweres Gewitter und gelobt voller Angst, Mönch zu werden. Er wendet sich von seinem bisherigen Leben ab und erbittet trotz der Einwände Jörgs, die Aufnahme ins Kloster.

Dort erfährt Martin von den Machenschaften des Papstes Leo und erlebt den Ausverkauf seiner Ideale durch den Ablasshändler Tetzel. In Luther reift der Entschluss zur Rebellion.

Forderte Rom heraus

Mit dem Thesenanschlag in Wittenberg fordert er Rom heraus. Auch dank der Unterstützung durch den sächsischen Kurfürst Friedrich den Weisen übersteht er die Vorladung zum Wormser Reichstag und die Verurteilung durch Papst und Kaiser. Seine Kritik ist zum allgemeinen Politikum geworden. Er wird Spielball im Kampf der Mächtigen, von den Fürsten für ihre eigenen Ziele mißbraucht. Immer wieder von Zweifeln - in der Gestalt Jörgs - geplagt, verfolgt er seinen Weg weiter, muss aber auch erleben, wie vermeintliche Anhänger seine Ideen für ihre politischen Ziele nutzen und zum gewaltsamen Kampf gegen die Obrigkeit aufrufen.

Entsetzen über Bauernkrieg

Die Predigten Karlstadts, und vor allem Thomas Müntzers, beschwören den Bauerkrieg herauf. Luther distanziert sich von den Folgen, stellt sich gegen die aufständigen Bauern. Er erlebt voller Entsetzen die Auswirkungen des Krieges, als er einer misshandelten Nonne - Ursula? - begegnet.

Mit der Niederlage der Bauern und dem Tod Müntzers ist der Krieg vorerst beendet. Luther bleibt zweifelnd zurück. Welchen Weg werden Martins Ideen nehmen?

Wer das Luther-Musical miterleben möchte, kann sich Karten im Vorverkauf sichern bei www.adticket.de oder in der Hoehlschen Buchhandlung für 10, bzw. 5 Euro. Die Vorstellung beginnt am Samstag, 25. September, um 19 Uhr in der Martinskirche in Bad Hersfeld.

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