Im Technischen Rathaus laufen die Vorbereitungen für den Umbau der Parkanlage

Markt-Entscheidung naht

So könnte die neue Parkanlage auf dem Bad Hersfelder Marktplatz nach dem Umbau aussehen: Die Zufahrt erfolgt über eine Stauspur vor der Stadtbibliothek (das Gebäude im rechten unteren Eck), die Ausfahrt über zwei Spuren (oben in der Mitte des Bildes) entweder nach links Richtung Uffhäuser Straße oder geradeaus in die Obere Frauenstraße. Die Kassenautomaten bleiben dort, wo sie sich auch jetzt befinden. Schranken und Terminals können zum Lollsfest abgebaut werden. Eine Kostenschätzung ist derzeit noch in Arbeit. Illustration: Stadt Bad Hersfeld

Bad Hersfeld. Noch ist nichts entschieden. Doch wenn die Bad Hersfelder Stadtverordneten den Umbau der Parkanlage auf dem Marktplatz in ein geschlossenes System mit einer zu- und zwei Ausfahren befürworten, dann könnte das Bauvorhaben auch noch in diesem Jahr im gut sechswöchigen Zeitfenster zwischen Festspielsaison und Lullusfest verwirklicht werden.

Einen entsprechenden Zeitplan stellte Martin Bode, Leiter des städtischen Fachbereichs Technische Dienste, jetzt dem Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt vor. Voraussetzung wäre allerdings ein rechtzeitiger Beschluss des Stadtparlaments in der März-Sitzung. Fällt die Entscheidung später, dann müsste der Umbau ins nächste Jahr verschoben werden.

Tatsächlich ist keineswegs sicher, dass die Parkplatz-Pläne so umgesetzt werden. Denn eine geschlossene Anlage würde die Zahl der Stellplätze von derzeit 250 auf etwa 190 reduzieren. Auch die Frage der Anwohner-Parkberechtigungen – für dieses Jahr wurden 104 ausgegeben – müsste neu diskutiert werden. Angedacht sind Anwohner-Parkplätze im Bereich des Sportler-Ecks.

Dass am Markt etwas passieren muss, darüber war sich der Ausschuss schon bei früheren Sitzungen einig. Die Unzufriedenheit mit dem derzeitigen, wenig zuverlässigen Anzeigesystem freier Parkplätze ist so groß, dass auch schon an einen Komplett-Abbau und die Herausnahme des Marktes aus dem Parkleitsystem gedacht wurde.

Gewährleistungsansprüche an den Lieferanten der alten Anlage kann die Stadt laut Martin Bode im Übrigen nicht geltend machen, weil die Firma Siemens bei Installation des über Induktionsschleifen registrierenden Systems ausdrücklich auf eine damit einhergehende Fehlerquote hingewiesen hatte. Die Abweichungen vom Ist-Zustand werden momentan mehrmals täglich per Hand korrigiert.

Von Karl Schönholtz

Kommentare