Liedermacher Fredrik Vahle zu Gast bei den Wertschätzern in der Dippelmühle

Der Mann, der nach Musik riecht

Karin Zell zeigt den kleinen Bäckerinnen wie man Waffeln backt und mit Puderzucker bestreut Foto:  Schmidl

Bad Hersfeld. „Könnt ihr mich alle sehen und hören?“, fragt Fredrik Vahle die über siebzig Kindergartenkinder, die mit ihren Erzieherinnen der Einladung der Arbeitsgruppe „Wertschätzer“ der Zukunftsakademie des Landkreises Hersfeld-Rotenburg in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gefolgt sind.

„Könnt ihr mich auch riechen? Manche Kinder behaupten, ich rieche nach Musik“, klärte der Künstler seine kleinen Zuhörer selbst auf. Damit könnte er recht haben, denn nach nur fünf Minuten hatte er sein junges Publikum in den Bann gezogen.

Jahrelange Erfahrung

Kein Wunder, denn Vahle weiß aus seiner langen Erfahrung, dass jedes Kinderpublikum anders ist. Er ist ein Liedermacher und Geschichtenerzähler, der den Kindern keine perfekte Show vorsetzt. Mit einfachen Vorgaben motiviert Vahle zum Mitmachen. Vor allem aber bindet er die Kinder in das Geschehen und die Programmgestaltung ein.

Das passte sehr gut zum Motto der Veranstaltung: „Mut machen und stark sein in jedem Lebensalter“. Einen besseren Veranstaltungsort als die Dippelmühle hätten die „Wertschätzer“ nicht wählen können. Leiterin Claudia Wehle erklärte den Kindern vorab, was ein Mehrgenerationenhaus ist: „Es ist ein Haus, in das alle ganz kleinen und großen Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters kommen können, um etwas gemeinsam zu machen“.

Begegnung von Jung und Alt

Die Begegnung von Jung und Alt ist das große Anliegen der Arbeitsgruppe und ihre Auftaktveranstaltung bot dazu reichlich Gelegenheit. Sehr zur Freude der „Wertschätzer“ gehörten auch ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger zu den Gästen, die sich von Fredrik Vahle die süßen und sauren Töne auf seiner Gitarre vorführen ließen und Töne, die so hoch sind, dass sie nur Fledermäuse hören können.

Anne Kaffeekanne

Beim fröhlichen „Katzentatzentanz“ wackelten beinahe die ehrwürdigen Wände und die Lieder von Anne Kaffekanne, dem Spatz und dem Hasen Augustin kannte wohl jeder im Raum.

Auch nach dem Konzert ließen sich die Kinder von vielen Mitmachangeboten im ganzen Haus begeistern. Einige Mädchen und Jungen hatten sich für kreatives Gestalten entschieden, andere waren zum gemeinsamen Waffelbacken unter der Aufsicht von Karin Zell eingeteilt.

Im Dachgeschoss lockte Irmgard Schmidt mit fröhlichen Tänzen und Pfarrerin Dagmar Scheer, die ebenfalls zum Wertschätzer-Team gehört, hatte einfallsreiche Bewegungsspiele im Angebot.

Schülerinnen der Geistalschule, die an dem Projekt „Fit for Quality“ teilnehmen oder ehrenamtlich im Cafe´ des Mehrgenerationenhauses helfen, übernahmen an diesem Nachmittag das kreative Schminken.

Prominenz als Zugpferd

Anja Schnadhorst, Teamsprecherin der Wertschätzer, schürte die Vorfreude: „Wir nutzen auch in Zukunft Prominenz als Zugpferd für solche generationenübergreifenden Veranstaltungen, die wir einmal im Jahr auf die Beine stellen wollen.“

Von: Gudrun Schmidl

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