Professor Dr. med. Oehler, Chefarzt der Vitalisklinik, geht endgültig in den Ruhestand

Ein Mann fürs Menschliche

Geschäftsführer Hans Wilhelm Saal (vorn links) überreichte Professor Dr. med. Gerd Oehler (vorn Mitte) einen Präsentkorb voller Teesorten. Foto: nh

bad hersfeld. So freundlich und freundschaftlich, wie er die gut 1111 Tage als Chefarzt der Vitalisklink gewirkt und gearbeitet hat, so wurde er jetzt auch verabschiedet: Professor Dr. med. Gerd Oehler nahm dieser Tage Abschied von der Vitalisklinik und wechselte in den Ruhestand.

Im Beisein von Ärzten, Pflegedienst-, Ernährungs-, Therapiepersonal und vielen anderen Mitarbeitern wurde er von Geschäftsführer Hans Wilhelm Saal verabschiedet. „Wir lassen Sie ja nur sehr ungern ziehen“, bedauerte Saal den „endgültigen“ Eintritt des Chefarztes in den Ruhestand.

Ein ganzer Korb voll Tee

Als Dank für seine erfolgreiche Arbeit überreichte ihm Saal einen großen Präsentkorb voll verschiedener Tee-Sorten, denn der „selbsternannte Norddeutsche“ hat nach eigenem Bekunden dem Kaffee abgeschworen und ist zum Tee gewechselt. „Das wird aber sehr lange reichen“ war denn auch sein Kommentar, zu dem enormen Korb voller Tee. Mit Professor Oehler geht der Vitalisklinik eine Persönlichkeit verloren, die das genaue Gegenteil des vielzitierten „Halbgottes in Weiß“ war und ist. Er verkörperte das Menschliche, das Miteinander, das Freundliche, das Mitfühlende, das Patienten, aber auch Mitarbeiter schätzen und brauchen, um Vertrauen zu fassen, sich aufgehoben und verstanden zu wissen, sagte Saal.

Professor Oehler war und ist ein Mann der Region. Aus Mittelhessen kommend, lernte und arbeitete er dort auch eine ganze Weile, bevor es ihn in den „hohen Norden“ verschlug, nach Mölln, beinahe in Sichtweite der Ostsee.

Glücksfall für die Klinik

Anfang 2010 folgte er jeder Altersgrenze zum Trotz dem Ruf seines Freundes und Weggefährten PD Dr. med. Michael Keymling nach Bad Hersfeld und übernahm die Chefarztstelle in der Vitalisklinik. „Es war ein Glücksfall für die Klinik, für die Patienten und für alle, die das Glück hatten, mit ihm arbeiten zu dürfen“, betonte Saal in seiner Laudatio.

Nun verabschiedet Professor Oehler sich zum zweiten Male in den Ruhestand. Doch er geht nicht so ganz. Sein Wirken in der Vitalisklinik wirkt nach, wie seine Kollegen, seine Mitarbeiter und viele Patienten feststellten. (red/zac)

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