Keine Rücknahme der umstrittenen Entscheidung

Magistrat bleibt bei Freytag-Kündigung

Bad Hersfeld. Der Magistrat bleibt bei der Entlassung des Bad Hersfelder Festspiel-Intendanten Holk Freytag. Zwei Wochen nach der fristlosen Kündigung hat sich das Gremium gestern erneut mit dem Thema befasst. Bis zuletzt war spekuliert worden, dass die Stadträte seine Entscheidung revidieren könnten. Das ist nicht der Fall.

„Das Gremium bestätigte seine politische Entscheidung vom 28. Juli, den bis 2016 laufenden Vertrag mit Holk Freytag vorzeitig zu kündigen“, teilte Meik Ebert, der Sprecher von Bürgermeister Thomas Fehling, unmittelbar nach der Sitzung mit. Die Zusammenarbeit mit dem Intendanten war zum Ablauf der Spielzeit am 3. August 2014 beendet worden, weil sich Freytag nicht an Sparvorgaben der Stadtverordnetenversammlung gehalten haben soll. Der Intendant selbst hat diese Vorwürfe bis zuletzt bestritten.

Nach der Kündigung hatte es eine Welle der Solidarität für den Theatermacher gegeben. Das Festspiel-Ensemble und viele Zuschauer hatten gegen die Entlassung protestiert. Insgesamt waren rund 10 000 Unterschriften gegen die Kündigung gesammelt worden. Freytag hat die Stadt inzwischen verlassen. Er hatte vor seiner Abreise erklärt, er sei bereit weiterzumachen, sollte die Kündigung zurückgenommen werden. Bürgermeister Fehling muss nun zeitnah einen neuen Intendanten präsentieren. (kai)

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