Ausstellung von Reportagefotografie im Kurhaus erzählt visuelle Geschichten

Magie des Augenblicks

Blickbeziehungen wie in dieser Straßenszene aus Arles lassen sich auf vielen der ausgestellten Fotos entdecken. Foto: Fett

Bad Hersfeld. Aktuelle Reportagefotografie zeigt die Ausstellung „Bilder im Vorübergehen“ in der Wandelhalle des Kurhauses Bad Hersfeld, die am Freitag, 23. März, um 19.30 Uhr eröffnet wird. Die Wandelhalle wird damit zur jüngsten Kulturstätte in der Stadt.

Den 34 ausgestellten Bildern ist gemeinsam, dass sie mit Leica M-Kameras fotografiert worden sind. Kameras jenes Typs, der wie kein anderer die Entwicklung des Bildjournalismus beeinflusst hat. Die Leica war ab 1925 die erste kommerziell erfolgreiche Kleinbildkamera und hat sich von Anfang an durch ihre mechanische wie optische Qualität von der Konkurrenz abgehoben.

Selbst in der neuesten digitalen Version sind noch die Konstruktionsprinzipien des Urahns aller Kompaktkameras zu finden. Und noch heute ist sie auch als analoge Filmversion ab Werk im mittelhessischen Solms bei Wetzlar lieferbar.

Professionelle Fotografen wie ernsthafte Amateure schätzen die Messsucher-Leica als außergewöhnliches Werkzeug. Die Bildautoren der Ausstellung sind daher nicht nur Profis. Aber ihren Bildern gemeinsam ist, dass sie lebendige Situationen unmittelbar eingefangen haben. Ohne abgedroschene Posen, ohne Rücksicht auf Eitelkeiten und ohne Inszenierungen, dafür auf die Magie des eingefrorenen Augenblicks vertrauend. Die Fotografen erzählen mit ihren Bildern visuelle Geschichten, die sich vom Betrachter weiterspinnen oder ihn schmunzeln lassen und die eigene Assoziationen und Erinnerungen freisetzen.

Konzipiert wurde die Ausstellung von dem Bad Hersfelder Journalisten und Medien- und Kommunikationsberater Friedhelm Fett. Er fotografiert selbst seit vielen Jahren mit der Leica, professionell und privat. Die Bildautoren der Ausstellung sind teils Profifotografen und Fotojournalisten, aber auch Physiker, Juristen, Polizisten, Informatiker, Architekten und Psychotherapeuten. Die Ausstellung wurde realisiert mit Hilfe der Bildautoren und der Stadt Bad Hersfeld. Sie ist vom 24. März bis zum 22. April täglich geöffnet. (red/ks)

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