Männer überwältigten 39-Jährige und erpressten Geld

Bad Hersfeld. Eine 39 Jahre alte Frau ist am Mittwoch um 10.30 Uhr in ihrer Wohnung an der Wehneberger Straße in Bad Hersfeld Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls geworden.

Zehn Minuten vor der eigentlichen Tat hatte ein Mann an der Haustür der Frau geklingelt. Er gab an, den Stromzähler ablesen zu wollen. Die Frau verweigerte dem Unbekannten zunächst den Zutritt zu ihrer Wohnung. Sie wolle erst aufräumen. In zehn Minuten könne er dann wiederkommen.

Das machte der vermeintliche Stadtwerker dann auch. Doch um den Stromzähler ging es ihm nicht. Im Hausflur zückte er sofort eine schwarze Schusswaffe und schlug der 39-Jährigen mehrmals mit der Hand auf den Kopf. Schließlich ging er mit ihr in den Keller. Dort tauchten dann zwei weitere Männer auf, die vermutlich durch die unverschlossene Haustür in die Wohnung gelangt waren.

Die Unbekannten forderten plötzlich Geld von der Frau und drängten sie wieder hinauf ins Erdgeschoss. Im Wohnzimmer musste sie sich auf das Sofa legen, bewacht von dem Mann mit der Schusswaffe, der zwischenzeitlich auch noch ein Messer gezückt hatte. Immer wieder schlug er auf die Frau ein.

Seine beiden Komplizen durchsuchten derweil das gesamte Haus nach Wertsachen. Bevor die drei Räuber mit mehreren hundert Euro Bargeld gegen 11.20 Uhr das Haus wieder verließen, fesselten sie die Frau mit Stoffresten.

Nach ersten Zeugenhinweisen rannten zwei Männer Richtung Innenstadt davon, der dritte soll zu Fuß in Richtung Seilerweg gelaufen sein. Über die weitere Flucht liegen der Kriminalpolizei in Bad Hersfeld keine weiteren Erkenntnisse vor. Vielleicht benutzten sie zwei Fluchtautos.

Die Überfallene selbst schaffte es nach wenigen Minuten sich zu befreien und telefonisch die Polizei zu alarmieren. Da sie einen Schock und andere Verletzungen erlitten hatte, musste sie sich in ärztiche Behandlung begeben.

Beschreibung der Täter

Eine sofort eingeleitete Großfahndung der Polizei im Stadtgebiet von Bad Hersfeld verlief bis zum frühen Abend ohne Ergebnis. Der bewaffnete Täter ist zwischen 20 und 30 Jahre alt und 1,70 Meter groß. Er ist schlank und hat stoppelige schwarze Haare. Er hat einen dunklen Teint und er trug eine Brille mit kleinen Gläsern. Bekleidet war er mit einer schwarzen, hüftlangen Jacke und schwarzen Radfahrerhandschuhen.

Einer seiner Komplizen ist etwa 25 Jahre alt und knapp 1,80 Meter groß. Der kräftige Mann trug eine schwarze Basecap, eine weiße Joggingjacke mit Taschen und eine dunkle Jogginghose. Über den dritten Täter liegen keine genauen Angaben vor. Alle drei waren bei der Tat nicht maskiert. Sie sollen gebrochen deutsch gesprochen haben. Bei ihnen könnte es sich um Osteuropäer handeln.

Die Kriminalpolizei möchte wissen, wem am Mittwoch zwischen 10.20 und 11.20 Uhr an der Wehneberger Straße verdächtige Personen oder Autos aufgefallen sind. Hinweise nehmen die Beamten telefonisch unter 06621/9320 entgegen.

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