Vier närrische Generationen im Kathuser KKV / Vom Uropa bis zur Urenkelin sind alle aktiv

Mählers haben das Karnevals-Gen

Über vier Generationen wurde in der Familie Mähler das Karnevals-Gen vererbt: (von oben links im Uhrzeigersinn): Dunja, Verena, Marcel, das zweijährige Marian, die siebenjährige Tanzmarie Chiara, Rainer, die Karnevals-Urahnen Dora und Georg Mähler, die fünf-jährige Marla und Evelyn. Sie alle sind Aktive bei den Bühnenshows der Kathuser Karnevalsvereinigung KKV. Fotos: Rolf Roth:

Kathus. Bei den Veranstaltungen der Kathuser Karnevalsvereinigung KKV tauchte ein Name immer wieder auf: Mähler. Gleich vier Generationen der Großfamilie waren bei der Kinderprunksitzung in der Solztalhalle vertreten.

Das Karnevals-Gen lässt sich schon früh in der Familiengeschichte nachweisen. Uropa Georg (Schorsch) Mähler war bereits in den fünfziger Jahren des letzten Jahrtausends eine feste Größe im Fasching der Kolpingfamilie in Friedewald. Als Schneegans flatterte er durch das Programm. Zusammen mit seiner Frau Dora erfreute er sich in diesem Jahr an den Auftritten seines Nachwuchses in Kathus.

Sohn Reiner, den die Liebe nach Kathus verschlagen hatte, setzte sein in Friedewald begonnenes Karnevalistenleben fort. Er gehörte zu Gründungsmitgliedern der KKV.

Treffen mit Angela Merkel

Als Büttenredner, Sitzungspräsident, Präsident und Ehrenpräsident stellte er sein Können immer wieder unter Beweis. In diesem Jahr traf er in Berlin als Mitglied der Delegation der hessischen Karnevalisten sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Er vertrat dort den Karneval-Verband Kurhessen und den KKV. Beim letzten Kinderfasching musste er kurzfristig für den verhinderten Sitzungspräsidenten Thomas Schrader einspringen. Launig und kindgemäß führte er durch das Programm.

Tanzmariechen Chiara

Dabei konnte er seine siebenjährige Enkelin Chiara Wenderoth ankündigen, die als Kinder-Tanzmariechen erstmalig über die Bühne der Solztalhalle wirbelte. Eintrainiert wurde der Tanz von Oma Evelyn Mähler, der Hofehrenkommandeuse der KKV, die einst selbst in der KKV-Garde tanzte und unzählige Garde- und Showtänze einstudierte.

Tochter Dunja ist ebenfalls in verschiedenen Tanzgruppen zu Hause, diesmal stand sie mit den Solztalhasen auf den Brettern. Daneben gestaltete sie als Jugendgardekommandeuse viele Tänze mit. Ihre zweite Tochter Marla, gerade fünf Jahre alt, marschierte als Solztalsternchen in der Mini-Garde und bei den wilden Turntigern mit.

Marcel macht Musik

Doch damit noch nicht genug. Sohn Marcel ist als Hoftonmeister tätig und begeistert immer wieder bei den Schürzenjägern, der Kult-Band des KKV. Den vorläufigen Schlusspunkt setzt Marcels Sohn Marian. Als Zweieinhalbjähriger wuselte er mit Mutter Verena als „Mäh“-Mähler in der reisenden Schafherde der Nesthäkchenguppe.

„Ich wollte meine drei Urenkel auch mal auf der Karnevalsbühne sehn,“ stellte die 93-jährige Uroma Dora klar. „Und es hat mir gut gefallen.“ Uropa „Schorsch“ kann zusammen mit dem anderen Uropa, dem 90 Jahre alten Walter Müller mit dem Ergebnis des finanziellen „Uropa“-Sponsorings zufrieden sein. Das Karnevals-Gen zeigt weiterhin Wirkung.

Von Rolf Roth

Kommentare