Zeitung in der Schule: Würdiger Abschluss mit unterhaltsamer Schüler-Show

Luther, Mode und WM

Die neusten Trends aus der Welt der Mode: Engagierte Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Geistal präsentierten während der Abschlussveranstaltung von „Zeitung in der Schule“ ein buntes Programm, zu dem auch eine flippige Modenschau zählte. Unterstützt wurde diese vom Mode-Centrum Sauer in Bad Hersfeld. Fotos: Vera Hettenhausen

Bad Hersfeld. Auch das schönste Projekt geht einmal zu Ende. „Zeitung in der Schule“ macht da keine Ausnahme. Drei Monate hatten sich über 700 Schülerinnen und Schüler aus 35 Klassen aus dem Altkreis Hersfeld an dem medienpädagogischen Projekt beteiligt und mit der Hersfelder Zeitung im Unterricht gearbeitet.

Das Projekt fand in Kooperation mit dem IZOP Institut in Aachen und mit Unterstützung der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg und des Vereins VR Herz und Hand der VR-Bank statt. Am Dienstagabend präsentierten die Zisch-Reporter der Gesamtschule Geistal eine bunte Abschlussveranstaltung in der Aula.

Zeitung ist wie „Kopf-Kino“

„Auch die Auseinandersetzung mit der Zeitung muss erst gelernt werden“, sagte Schulleiterin Andrea Zimmermann in ihrer Begrüßungsansprache. „Die Schüler haben dies nun gelernt und präsentieren heute ihre Ergebnisse.“ Bereits vor dem Beginn des seit Wochen vorbereiteten Unterhaltungsprogramms konnten sich die Gäste Portfolio-Mappen anschauen, die die Ergebnisse der Langzeitprojekte der Schüler dokumentierten. Dabei wurde schnell deutlich, dass das Einbeziehen eines tagesaktuellen Mediums für den Unterricht eine Bereicherung darstellt.

„Es gibt Medien, die euch vielleicht interessanter erscheinen, aber eine Zeitung lesen, ist wie Kino im Kopf“, betonte Markus Pfromm, Geschäftsführer der Hersfelder Zeitung. „Sie erzeugt eigene Bilder beim Lesen.“

Ein buntes Unterhaltungsprogramm, das charmant von Schüler Jan Bolender moderiert wurde, bot unter anderem ein wunderbar einstudiertes Interview mit dem Reformator Martin Luther höchstpersönlich, der bei der „Talk-Show mit Biene“ unter anderem verriet, warum er seine Frau liebevoll „Herr Käthe“ nannte.

Anschließend bot eine umfangreiche Präsentation allerhand Informationen über den wirtschaftlichen Effekt der Fußball-Weltmeisterschaft auf das Schwellenland Brasilien, als deren primäre Quelle die Hersfelder Zeitung genannt wurde.

Höhepunkt des Programms war eine Modenschau, bei der Schülerinnen und Schüler mit freundlicher Unterstützung des Mode-Centrums Sauer neuste Trends präsentierten und die diesjährigen Oscar-Outfits von Schauspielerin Lupita Nyong’o und Sänger Pharrell Williams nachstellten.

„Damit habt ihr gut an den Auftakt des Projekts angeknüpft“, lobte Andrea Zimmermann abschließend und bekräftigte damit das vorangegangene Lob von Manfred Brehm, Vorstandsvorsitzender des Vereins VR Herz und Hand und Katharina Flohrschütz, Marketing-Mitarbeiterin der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg für die gelungenen Zisch-Beiträge. Beide sagten zu, dass sich ihre Institutionen auch im kommenden Jahr wieder an einer neuen Runde des Zisch-Projekts beteiligen werden.

Dank an Ute Junghanns

Schulleiterin Andrea Zimmermann dankte Projektkoordinatorin und Lehrerin Ute Junghanns, die federführend das Zisch-Projekt in sieben Klassen an der Geistalschule begleitet hatte und auch die Organisation des Abends übernommen hatte. Junghanns indes lobte ihre Schülerinnen und Schüler für das Geleistete.

„Ihr habt gezeigt, was in euch steckt, und ich konnte mich geistig mit euch duellieren“, scherzte sie. „Nun habt ihr euch die Ferien verdient, ab Freitag, 10.30 Uhr!

Von Nicole Wagner

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