Sparkasse Hersfeld-Rotenburg übergibt 50 000 Euro Spenden an soziale Vereine

Lose mit Gewinn für alle

Nehmer und Geber vor einer großen Zahl: Sparkassen-Vorsitzender Reinhard Faulstich (zweiter Mann am rechten Bildrand) und seine Mitarbeiter Alfons Retting Regina Claus-Pankow, Tina Wenk sowie Tina Heidler mit der Vielzahl der Vertreter von sozialen und karitativen Vereinen in der Sparkassen-Kantine in der Dudenstraße. Foto: Hornickel

Bad Hersfeld. Knapp zwei Monate nach dem Weihnachtsfest war am Montagabend in der Kantine der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg schon wieder Bescherung.

Reinhard Faulstich, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, überreichte an die Vertreterinnen und Vertreter von sozialen und karitativen Vereinen im Landkreis Spenden im Gesamtwert von 50 000 Euro.

Das ist ein Teil des sogenannten Zweckertrages aus der Auslosung des PS-Sparens.

Von jedem Los, das für sechs Euro gekauft wird, wandern 4,80 Euro auf das Konto des Gewinnsparens, 1,20 Euro füllen des Auslosungstopf. Im Jahr 2011 kamen 193 064,80 Euro als Gesamtspendensumme zusammen, in zehn Jahren flossen alleine den Vereinen und Verbänden 1,2 Millionen Euro zu. Dazu haben die Teilnehmer die Aussicht auf Sachpreise und einen Hauptgewinn von 100 000 Euro.

80 000 im Topf

Wie Reinhard Faulstich sagte, nehmen monatlich rund 80 000 Lose an der Ziehung teil. Je mehr Sparkassenkunden mitspielen, um so höher fällt der Zweckertrag aus, der gemeinnützigen Vereinen und Verbänden zur Verfügung gestellt wird.

2011 gab es 110 000 Glückspilze beim PS-Sparen, die einen Betrag von 480 000 Euro einstrichen. Die Geldpreise reichen von 500 bis 50 000 Euro. Dazu wurden noch zwei Opel Insignia, zwei Luxus-Städtereisen und eine Weltreise verschenkt.

Sparkassenvorstand Reinhard Faulstich wertete die Spenden an die Vereine auch als Zeichen der Wertschätzung, die das regionale Kreditinstitut der Arbeit der Organisationen in ihrem Geschäftsgebiet erweist. Die Sparkasse sei nicht nur ein großer Steuerzahler und einer der größten Ausbildungsbetriebe im Kreis, sondern stehe auch zu ihrer sozialen Verantwortung, sagte Reinhard Faulstich. „Unser Geschäftsmodell vereint soziale und ökonomische Aspekte.“

Man sei ein verlässlicher Partner aller Vereine. Das Angebot reiche dabei von der Mitgliederverwaltung bis zur Buchführung. Seit diesem Jahr werden bei der Sparkasse Vereinskonten gratis geführt.

Einblick in die Arbeit des Vereins Jugend- und Bewährungshilfe gab dessen Vorsitzender Helmut Licht. Der Verein unterstützt nun schon seit 32 Jahren die amtliche Jugendgerichtshilfe und springt dort ein, wo es im sozialen Umfeld junger Straftäter klemmt. Auch dieser Verein, der sonst allein auf die Zuweisung von Bußgeldern angewiesen ist, weiß die zuverlässige Partnerschaft der Sparkasse zu schätzen. Diese Initiative ist nach wie vor in Hessen einmalig. Das operative Geschäft leistet Jugendgerichtshelfer Helmut Licht alleine.

Von Kurt Hornickel

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