Bad Hersfelder Volksfest belebt einen alten Brauch – Verbrennung am 16. Oktober

Der Lollsteufel ist wieder da

An der Aktion „Lollsteufel“ beteiligt: Dieter Jung, Julia Scholz, Helge Assi, Feuermeister Klaus Otto (von links, unten), Yüksel Topal und Ehefrau Ulla (auf dem Wagen, von rechts)

Bad Hersfeld. Mit der Wiederbelebung der „Lollsteufel-Verbrennung“ haben sich die Organisatoren des Lullusfestes in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen.

Das Lullusfest existiert bereits seit dem Jahre 852 und Tradition spielt bei dem ältesten Volksfest Deutschlands eine große Rolle. Was würde sich da besser anbieten als eine alte Tradition wieder zum Leben zu erwecken? An Lollsmittwoch findet die Verbrennung des Lollsteufels statt.

Die Idee ist keine Neue – im Jahr 1973 wurde die Aktion von der Karateabteilung des TV Hersfeld ins Leben gerufen: Durch die Verbrennung der Teufelsfigur sollen zum Ende der „Lollsfreiheit“ symbolisch alle Sünden des vergangenen Jahres verbrannt werden.

Ermöglicht wird die Aktion „Lollsteufel“ durch die Freiwillige Feuerwehr, die nach einer großzügigen Spende der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg dem Brauch zum Comeback verhilft. Auch weitere Ehrenamtliche aus der Region unterstützen die Aktion tatkräftig. Besonderer Dank gilt dabei Yüksel Topal, Feuermeister Klaus Otto sowie Dieter Jung.

Die Verbrennung des Lollsteufels findet am Mittwoch, 16. Oktober um 22 Uhr an der Feuergrube statt. Feuermeister Klaus Otto wird eine kurze Ansprache halten. Anschließend wird der Teufel zu einem traditionellen Spruch verbrannt.

Wie der Lollsteufel aussehen wird, ist noch geheim, er wird erstmalig an Lollsmontag im Festzug präsentiert. Die Helfer und Unterstützer der Aktion basteln derweilen kräftig an dem Festzugwagen und an dem Lollsteufel selbst. „Alle Beteiligten haben kreative Ideen und sind mit viel Herzblut bei der Sache. Es wird großartig werden.“ freut sich Lullusfest-Organisatorin Julia Scholz. Der Lollsteufel feiert in diesem Jahr übrigens 40-jähriges Jubiläum. (red/ks)

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