Fraktionsgemeinschaft kritisiert zusätzliche Vergütung für Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe

„Lohnerhöhung“ nicht gerechtfertigt

Hans-JürgenSchülbe

Bad Hersfeld. Die Fraktionsgemeinschaft in der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung kritisiert die zusätzliche Vergütung, die Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung dem Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsbetriebe, Alt-Bürgermeister Hartmut H. Boehmer, befristet auf drei Monate genehmigt haben.

Boehmer hatte die Zulage im Zusammenhang mit der problematischen Situation der Vitalisklinik (unsere Zeitung berichtete) gefordert.

Die Fraktionsgemeinschaft erklärt dazu in einer Pressemitteilung, dass sie mit dieser „Lohnerhöhung“ nichts zu tun habe. Sie sei in keinem Aufsichtsrat der städtischen GmbHs vertreten und hätte auch nicht zugestimmt, schreibt Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Schülbe.

„Herr Boehmer erhält zusätzlich zu seiner guten Pension bereits angemessene Vergütungen für seine Tätigkeiten, unter anderem als Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe GmbH, zu der auch die Vitalisklinik gehört. Damit ist er auch für sie verantwortlich“, heißt es in der Erklärung weiter.

Eine Lohnerhöhung, und dann auch noch um 200 Prozent, sei durch nichts gerechtfertigt, meint Schülbe. Sie müsse außerdem als Affront gegenüber der Belegschaft angesehen werden, da diese erhebliche Entlassungen befürchtet.

Umgehend zurücknehmen

Die Fraktionsgemeinschaft appelliert an alle Verantwortlichen, den Lohnerhöhungsbeschluss umgehend zurückzunehmen. (red)

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