Flüchtlingsunterkunft in Bad Hersfeld: Versorgung über neue DRK-Rettungswache

Lösung in Reichweite

Auf diesem Parkplatz vor den Toren von Dura Fibers soll die neue Rettungswache des DRK errichtet werden. Über sie könnte auch die geplante Flüchtlingsunterkunft versorgt werden. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. An der problematischen Ver- und Entsorgung ist bislang die Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft an der Berliner Straße in Bad Hersfeld gescheitert. Jetzt scheint eine Lösung gefunden. Deren Umsetzung wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Der Umbau der ehemaligen Hoechst-Kantine zum Wohnheim für etwa 100 Flüchtlinge war Anfang dieses Jahres angekündigt worde. Weil jedoch Energie- und Wasserzuleitungen sowie der Abwasserkanal über das Gelände des benachbarten Faserherstellers Dura Fibers laufen, hat sich die Einrichtung der Unterkunft bis heute verzögert. Das Unternehmen hatte eine reibungslose Versorgung nicht garantieren können.

Mit dem jetzt in die Wege geleiteten Verkauf eines städtischen Grundstücks vor den Toren der Firma an das Deutsche Rote Kreuz scheint ein Ausweg aus dem Dilemma in Reichweite: Das DRK hatte schon seit einiger Zeit im Stadtgebiet nach einem Standort für eine neue Rettungswache gesucht, weil von der Wache im Seilerweg aus manche Anfahrtswege zu lang sind.

Mit dem Erlös aus dem Grundstücksverkauf könnte wiederum die Stadt Bad Hersfeld die erforderliche Versorgungsleitungen für das Rote Kreuz und das Flüchtlingsheim herstellen – laut Bürgermeister Thomas Fehling auch „relativ zügig“.

Offen ist alleine noch die Entsorgung des Abwassers. Eine große Lösung über die bereits vorhandenen Kanäle von Dura Fibers unter der Bahn hindurch in den Bereich „in den Giesen“ wäre schnell und kostengünstig zu bewerkstelligen.

Die kleine Lösung – ein Anschluss an das Netz des Stadtteils Johannesberg wäre dagegen aufwendiger und teurer. Fehling weiß freilich: „Die Zeit drängt.“

Und weil immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, denkt man auch bei der Stadt Bad Hersfeld bereits über Erweiterungsmöglichkeiten der geplanten Unterkunft nach. Erste Ideen gibt es schon.

Von Karl Schönholtz

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