Feuerwehr kämpft weiter gegen die Glut – Fünf Einsatzkräfte wurden leicht verletzt

Löscharbeiten dauern an

Nach dem Brand: Am Donnerstag waren 50 Feuerwehrleute im Einsatz, um die letzten Glutnester in der heruntergebrannten Lagerhalle zu löschen. Die Arbeiten dauern noch bis Freitag an. Foto: privat

Alsfeld. Weiterhin sind 50 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Überreste der abgebrannten Lagerhalle in Alsfeld abzulöschen. Am Mittwoch waren fünf Feuerwehrleute leicht verletzt worden. Die Löscharbeiten sollen noch den gesamten heutigen Freitag andauern. Die Bundesstraßen 49 und 62 sind im Innenstadtbereich Alsfelds weiterhin gesperrt.

Nach Angaben des Kreisbrandinspektors Werner Rinke war der Brand einer der größten der vergangenen Jahrzehnte im gesamten Vogelsbergkreis. Auf einer geschätzten Größe von zwei Fußballfeldern war das Feuer am Mittwochmorgen um 5 Uhr ausgebrochen. Das Feuer breitete sich auf ein angrenzendes Bürogebäude aus. Wegen großer Hitze mussten laut Polizei die Löscharbeiten zeitweise unterbrochen werden.

Laut Aussagen von Wolfgang Keller, Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, sei die Lagerhalle, in der Spiritus und Grillanzünder aufbewahrt wurden, vollständig heruntergebrannt. Durch die starke Hitzeentwicklung seien die Stahlträger des Gebäudes geschmolzen.

Derzeit halten 50 Einsatzkräfte der Feuerwehrs Wache: „Die Glut hält sich hartnäckig“, sagte Keller. Die Einsatzkräfte löschen Glutnester ab. Insgesamt waren 300 Feuerwehrleute aus zehn Wehren im Einsatz. Neben der Feuerwehr aus Alsfeld, Lauterbach, Homberg, Romrod, Kirtorf, Werksfeuerwehr Ferrero Stadtallendorf, Neustadt, Fulda, Werksfeuerwehr STI, Werksfeuerwehr Infraserve Höchst waren auch Rettungskräfte sowie der DRK-Versorgungszug vor Ort.

Löschwasser aus Schwalm

Problematisch gestaltete sich die Wasserversorgung. Mit Hilfe des THW und starker Pumpen wurde Löschwasser aus der Schwalm gesaugt. Die Schläuche zogen sich durch die Alsfelder Innenstadt. 20 000 Liter Löschschaum verbrauchten die Einsatzkräfte.

Erich Ruhl, Pressesprecher des Landkreises, sprach von „einem sehr koordinierten Arbeiten der Feuerwehren.“ Das DRK und Anwohner versorgten die Einsatzkräfte mit Essen und Trinken.

Warum der Brand in der ehemaligen Kleiderfabrik Bücking ausgebrochen war, steht zur Zeit noch nicht fest. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, Sachverständige werden hinzugezogen.

Die 40 Meter hohe Rauchsäule über Alsfeld war am Mittwoch kilometerweit zu sehen. Der entstandene Sachschaden soll in die Millionenhöhe gehen. artikel links

Von Claudia Schittelkopp

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