Löcher und Baustellen, wohin man auch blickt

Viele Grüße an die Leserinnen und Leser der Hersfelder Zeitung aus Bad Salzungen. Die vergangenen Tage waren geprägt von Löchern – sei es in den öffentlichen Kassen oder in der Erde.

In Tiefenort gibt es nach mehr als drei Jahren Ruhe wieder einen Erdrutsch. Als Ursache werden die starken Regenfälle der vergangenen Tage vermutet. Vor drei Jahren entstand mitten im Ort ein zwei Meter tiefer Krater. Mehrere Familien mussten damals ihre Häuser verlassen und konnten bis heute nicht zurückkehren. Einem Gutachten zufolge sind die Krater in Tiefenort natürlichen Ursprungs.

Zu einem noch tieferen Loch scheint sich das Bad Salzunger Keltenbad entwickelt zu haben. Mit über fünf Millionen Euro soll sich das Bad in das Aushängeschild der Kreisstadt verwandeln. Jetzt wird es allerdings teurer als erwartet. Die „Noch-zu-erledigen-Liste“ umfasst einen Wert von einer Million Euro. Nun muss die Stadt auf ihr Rücklagenkonto zurückgreifen, um die Mängelliste – Duschen, Elektronik, Fliesen und, und, und – abzuarbeiten. Angesichts der unerwarteten Kosten fragte ein Stadtrat genauer nach: „Bauen wir hier einen Flughafen oder eine Oper?“

Ganz anders in der Rhön. Die Geisaer wehren sich dagegen, etwas zu bekommen, was sie nicht haben wollen: Windräder im Biosphärenreservat. Die hessische Nachbargemeinde Rasdorf will Flächen als Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausweisen lassen. Die Stadt Geisa wehrt sich gegen diese Pläne. Die Nähe zu Wohnorten, die Beeinträchtigung der Naherholungsgebiete und die Gefahr für Natur, Landschaft und verschiedene Tierarten wurden als Gründe genannt.

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