Fehling siegt im Wahl-Krimi

Bad Hersfeld. Thomas Fehling (FDP) wird neuer Bürgermeister in Bad Hersfeld. Der 42-jährige Wirtschaftsinformatiker setzte sich gestern in der Stichwahl mit 50,7 Prozent der Stimmen gegen den SPD-Kandidaten Gunter Müller durch. In absoluten Zahlen betrug Fehlings knapper Vorsprung 161 Stimmen.

Die Wahlbeteiligung lag mit 50,1 Prozent nur unwesentlich höher als beim ersten Wahlgang am 7. November. Vor zwei Wochen hatte Müller noch mit fast zehn Prozent vor Fehling gelegen. Als „unbeschreibliches Gefühl“ bezeichnete der neue Bürgermeister seinen Erfolg in einem bis zum Ende hochspannenden Wahl-Krimi. Der Liberale, der zuletzt auch von der CDU und der Fraktionsgemeinschaft unterstützt worden war, wollte den Wahlsieg allerdings nur als „Etappenziel“ verstanden wissen. „Jetzt geht die Arbeit erst richtig los“, sagte Fehling, der sein neues Amt voraussichtlich Anfang Januar antreten wird.

„Für gute Ideen wird es immer Mehrheiten geben,“ sagte er mit Blick auf die Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung, in der die SPD/FWG-Fraktion 23 von 45 Mitgliedern stellt. Fehling versprach, auf andere zuzugehen.

Als sein wichtigstes Thema nannte der künftige Rathaus-Chef „qualifizierte Arbeitsplätze, damit junge Familien eine Perspektive in der Stadt haben.“ Wahlverlierer Gunter Müller zeigte sich „sehr enttäuscht“ und bekannte: „Ich wäre sehr gerne Bürgermeister von Bad Hersfeld geworden.“ Gründe für seine Niederlage konnte der Rechtsanwalt am Wahlabend keine nennen, auch der Wahlkampf sei gut gewesen. Selbst die Fürsprache von Alt-Bürgermeister Hartmut H. Boehmer hatte nichts genützt.

Der Wahlabend bescherte allen Interessierten eine dramatische halbe Stunde mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen, mit minimalen Abständen und ständigen Positionswechseln – bis Fehling am Ende die Nase vorn hatte.

Endergebnis

Prozent
Gunter Müller 49,3
Thomas Fehling 50,7

Fotos vom Wahlabend

Rubriklistenbild: © HZ Hornickel

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