Kreisentscheid des 57. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels in der GSO

Wer liest, gewinnt immer

Die Sechstklässlerin Lena Diel aus Philippsthal (vorne) überzeugte die Jury und darf zum Bezirksentscheid des Vorlesewettbewerbes des Deutschen Buchhandels fahren. Alle teilnehmenden Kinder erhielten eine Urkunde und ein Buch (von links): Ryan Joy Ullrich, Jan Mohr, Joshua Alexander Ries, Roderik Bendik, Pauline Sofie Noth, Mara Becker, Lara Schröder und Anna-Maria Dewald. Foto: Krenz

Bad Hersfeld. Tosender Applaus, lautes Trampeln, begeisterte Sprechchöre – das erwartet die Kandidatinnen und Kandidaten im Bundesfinale des 57. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Bundes am 22. Juni in Berlin.

Wer es bis dorthin schaffen will, hat einen langen und harten Weg vor sich. Die einzelnen Etappen des Wettbewerbs müssen gemeistert werden: von Kreis- und Bezirks- über Länderebene bis hin zum Bundesfinale.

Lena Diel auf Platz eins

Auf gutem Weg ist Lena Diel, Schülerin der Werratalschule in Heringen. Sie gewann am Mittwoch den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs in der Aula der Gesamtschule Obersberg. Daran teilgenommen haben insgesamt neun Schulsieger des Landkreises Hersfeld-Rotenburg.

Musikalisch eingestimmt wurden die Teilnehmer vom Chor der fünften Klasse der GSO unter der Leitung von Anne Rill. Schulleiterin Kerstin Schmidt begrüßte die Gäste recht herzlich und wünschte den Kindern viel Glück.

Nun hieß es Daumen drücken für die Leseratten, denn jeder las eine kurze Passage aus einem Wahl- und Fremdtext vor. Beim unbekannten Text handelte es sich um das gerade erst erschienene Buch „Thabo, Detektiv und Gentleman – Der Nashorn-Fall“ von Autorin Kirsten Boie. Trotz schwieriger afrikanischer Wörter meisterten alle Kinder das Vorlesen mit Bravur.

Die Organisatorin Carolin Scheffer bedankte sich im Namen des Veranstalters „Hoehlsche Buchhandlung“ und des „Börsenvereins des Deutschen Buchhandels“. Die fünfköpfige Jury, unter anderem bestehend aus Lehrern, der Organisatorin und dem Kreissieger des letzten Jahres, zog sich im Anschluss zur Beratung zurück.

„Es war noch nie so gleich“, meinte Carolin Scheffer. „Ein so hohes Niveau hatten wir wirklich noch nie.“ Alle Sechstklässler beeindruckten die Jury mit ihren Beiträgen. Gemeinsam mit Scheffer verlieh der Kreissieger des Vorjahres an jeden Teilnehmer eine Urkunde und ein Buch. Denn wer liest, gewinnt immer.

Letztlich überzeugte jedoch die Schülerin Lena Diel, womit sie eine weitere Hürde des Wettbewerbs genommen hat. Sie darf zum Bezirksentscheid am 11. April nach Kassel fahren, der nächsten Etappe des Vorlesewettbewerbs.

Mit rund 600 000 Teilnehmern jährlich ist der Vorlesewettbewerb für die sechsten Klassen Deutschlands größte, bekannteste und traditionsreichste Leseförderungsinitiative. Er wird seit 1953 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Mädchen und Jungen mit der Freude am Lesen anstecken und zugleich die Lesekompetenz von Kindern stärken, das ist das Anliegen des Verbandes. Wenn bei einigen der Funke fürs Lesen, für Geschichten und ihre Protagonisten überspringt, hat er schon sein Ziel erreicht.

Von Jasmin Krenz

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