Kreistag verabschiedete Resolution zu Starkstromleitung

Lieber unterirdisch

Bad Hersfeld. Ganz und gar nicht zufrieden sind die Parlamentarier des Kreistags mit der Informationspolitik des Unternehmens transpower, das eine Starkstromleitung von Wahle nach Mecklar bauen will. Zudem befürchten sie Beeinträchtigungen für die Bürger, wenn die Leitung, wie geplant, überwiegend als Freileitung errichtet werden soll. Einstimmig, bei vier Enthaltungen aus der CDU-Fraktion, verabschiedeten sie deshalb eine Resolution, die der FWG-Abgeordnete Dr. Kurt Schreiner vorgelegt hatte.

In der Resolution wird zum einen gefordert, dass auch auf dem Gebiet des Landkreises Hersfeld-Rotenburg Informationsveranstaltungen für die betroffenen Bürger stattfinden. Zum anderen wird der Kreisausschuss aufgefordert, auf eine komplette Erdverkabelung hinzuwirken, um die Auswirkungen der Starkstromleitung auf Menschen, Tiere und Landschaft so gering wie möglich zu halten.

Eine Zumutung

Einig waren sich die Abgeordneten darin, dass, so formulierte es Georg Lüdtke (SPD, Bürgermeister von Alheim), „die Informationspolitik von transpower eine Zumutung“ ist. Auch die Tatsache, dass die Leitung gebaut werden wird, wurde nicht in Zweifel gezogen.

Herbert Höttl (CDU) geht jedoch davon aus, dass allenfalls eine teilweise Erdverkabelung erreicht werden könne. Gerald Koinzer (CDU) bezweifelte grundsätzlich, dass die Erdverkabelung weniger problematisch sei, als die Freileitung. Er gab zudem zu bedenken, dass eine Erhöhung des Strompreises, mit der zu rechnen sei, wenn die wesentlich höheren Kosten für die Erdverkabelung auf die Verbraucher umgelegt würden, vor allem sozial schwache Familien betroffen seien.

Am 17. August wollen die Bürgermeister von Alheim, Ludwigsau und Neuenstein in Friedlos die Informationen weitergeben, die ihnen bisher zur Verfügung stehen.

Von Christine Zacharias

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