Fachmann zeigte den richtigen Schnitt

Licht und Luft für Obstbäume

Dieter Levin-Schröder (vorne) räumt mit Irrtümern rund um den Obstbaumschnitt auf und erklärt den Teilnehmern des Praxiskurses im Obstbaumschnitt, worauf zu achten ist. Foto: Hahn

Asbach. Der Winter will noch nicht weichen, und doch kommt der Frühling, wenn auch bislang eher unbemerkt, immer näher und mit ihm die Zeit für den alljährlichen Obstbaumschnitt.

Doch wer weiß wirklich genau, wie er seine Bäume zurechtstutzen soll? Die meisten Gartenbesitzer wohl nicht, da wird einfach die Astschere angesetzt und der Baum bekommt einen Besenschnitt verpasst.

Dieter Levin-Schröder von der Gartenakademie des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen weiß, wie man es richtig macht. Er unterrichtet an Schulen und Universitäten und schult Gartenvereine. Der Obst- und Gartenbauverein Asbach nahm das Angebot gerne wahr: Etwa 20 Interessierte fanden sich an der Streuobstwiese Ziegenberg in Asbach zur praktischen Unterweisung ein.

Levin-Schröder räumte erst einmal mit einigen weit verbreiteten Irrtümern auf. Vielfach würden die Bäume lediglich noch aus Tradition geschnitten oder um sie klein zu halten. Vergessen werde dabei aber, wie wichtig der fachgerechte Schnitt für die Qualität des Ertrages sei.

Der Baum müsse durch das Entfernen überschüssiger Äste genug Sonnenlicht bekommen und vor zu viel Feuchtigkeit geschützt werden. „Es ist genau wie mit unseren Kindern: Auch Bäume müssen erzogen werden“, sagte Levin-Schröder mit einem Schmunzeln. Die Lehrgangsteilnehmer legten dann auch selbst Hand an die Sägen und und Astscheren, um das erlernte Wissen sofort an ihren Bäumen anzuwenden. (fh)

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