Rund 800 Schüler beim Sponsorenlauf der Geistalschule für SOS-Kinderdorf in Monrovia

Liberia kann sich freuen

Lachen für Liberia: Mit viel Freude und großen Einsatz drehten rund 800 Schülerinnen und Schüler auf der Linggplatz ihre Runden. Gar nicht zu stoppen war dabei Langzeit-Läufer Marius Lohr (links), der insgesamt 77 Runden lief. Fotos: Struthoff

Bad Hersfeld. Der ganze Linggplatz war gestern auf den Beinen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes! Über 1800 Füße trommelten eine deutliche Botschaft auf das Straßenpflaster: Die Geistalschule hilft Liberia! (wir berichteten)

Rund 800 Schüler, viele Lehrer und auch der Sportleistungskurs der Modellschule Obersberg machten sich jahrgangsweise auf den rund 260 Meter langen Rundkurs in Bad Hersfelds guter Stube, der in 20 Minuten so oft wie möglich umlaufen werden sollte.

Das Ziel war klar. Die Schüler wollten möglichst viel Geld für das SOS-Kinderdorf in Monrovia erlaufen. Dafür hatten sie zuvor Sponsoren geworben, die für jede absolvierte Runde einen kleinen – oder auch größeren – Obolus zahlten. Steckenposten stempelten zur Kontrolle die Laufkarten ab.

Pünktlich um 9 Uhr hatte Bad Hersfelds „Lauf-Papst“ Thomas Klessa, selbst Lehrer an der Gesamtschule, die ersten Läufer auf die Strecke. „Eine Super-Aktion“, freute er sich über den von der 10. Gymnasialklasse von Lehrerin Janine Apel-Herrmann initiierten Sponsorenlauf. Als Organisatoren mussten sie deshalb früh aufstehen. Ab sechs Uhr waren bereits Pavillions, Kuchenstände und Versorgungspunkte aufgebaut worden. „Es hat alles phänomenal gut geklappt“, strahlte Apel-Herrmann stolz.

Bis zum Mittag schallte Pop-Musik über den Platz, viele Schaulustige feuerten die jungen Läufer an. Fußgänger und Einkäufer umkurvten gelassen den Läufertross. Die Aktion kam überall gut an.

„Es ist schon fast ein Wunder, so viele junge Leute für diesen guten Zweck zusammenzubringen – eine schöne Sache“, sagte beispielsweise Gastronom Werner Zuschlag, der den Lauf beobachtete.

Zwischen 15 und 20 Runden – also immerhin knapp fünf Kilometer – legten die meisten Läufer zurück. Der 6. Klässler Philipp Hess vom Johannesberg brachte dabei mit seinen 19 gelaufenen Runden beispielsweise satte 1900 Euro zusammen, denn er hatte zehn Sponsoren mit je zehn Euro pro Runde gewinnen können. Gar nicht zu stoppen war „Langzeit-Läufer“ Marius Lohr aus der 10. Klasse. Er drehte 77 Runden auf dem Linggplatz.

Jetzt muss ausgezählt werden, das Endergebnis steht in einigen Tagen fest. Eins ist aber wohl schon sicher: Die Kinder in Liberia können sich freuen!

Von Kai A. Struthoff

Sponsorenlauf der Geistalschule Bad Hersfeld für Liberia

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