Trainerin arbeitet mit angehenden Friseurinnen an den Beruflichen Schulen Obersberg

Letzter Schliff vor Prüfung

Trainerin Anna di Lauro (Mitte) zeigte den Friseurauszubildenden, wie sie die aktuellen Schnitte und Modetrends bei den Farben am besten auf die Köpfe ihrer Kunden bekommen. Interessierter Beobachter war Innungsobermeister Peter Fiebig (3. von links). Foto: privat

Bad Hersfeld. Bis zur Gesellenprüfung in drei Monaten ist es nicht mehr weit für die Friseurauszubildenden an den Beruflichen Schulen Obersberg. Jetzt heißt es für die angehenden Prüflinge, das gesamte Wissen und Können der vergangenen drei Jahre zu bündeln und umzusetzen. Als perfekte Prüfungsvorbereitung konnte Dieter Weißenborn, Klassenlehrer der Friseurabschlussklasse, für seine Schützlinge an zwei Tagen die internationale Trainerin Anna Di Lauro der Firma Wolff-Alcina aus Bielefeld gewinnen.

Die Aus- und Weiterbildung der jungen Fachkräfte liege der Firma Wolff-Alcina sehr am Herzen, erklärte Di Lauro. „Deshalb zeigen wir gerne die aktuellen Trends im Friseurhandwerk und vermitteln neben Schnitt- und Färbetechniken auch Selbstbewusstsein am Kunden.“

Nach einer Einführungsphase zur typgerechten Kundenberatung, begann das dritte Ausbildungsjahr der Friseure mit der prüfungsähnlichen Aufgabe: Ein Echthaarkopf, das sogenannte Medium, sollte von jeder Teilnehmerin zunächst durch den „Undercut“ und dann mit der „Razor-Technik“ in einen coolen „Bob“ verwandelt werden. „Der Umgang mit dem Razor war neu für uns,“ stellten Vanessa und Nadine fest. Während die Haare fielen, erläuterte Di Lauro, dass „der Undercut durch kurz geschnittene Seiten- und Nackenhaare Fülle verleiht, während das Oberkopfhaar lang darüber fällt. Die Razor-Technik vermeidet harte Konturen. Weiche, feminine Übergänge sind das Ergebnis. So lässt sich die Frisur mal klassisch für den Tag oder flippig für den Abend gestalten.“ In den Arbeitsphasen hatte Di Lauro ihre Schützlinge im Blick und sparte nicht mit Lob. Sie beantwortete Fragen und griff unterstützend ein, wenn Unsicherheiten entstanden.

Andere Sichtweise

Als der Obermeister der Friseurinnung Hersfeld-Rotenburg, Peter Fiebig, dazu kam, wurden die Hände der Auszubildenden angesichts so geballter Fachkompetenz kurzfristig unsicher. Fiebig, sehr erfreut über das Fortbildungsangebot, meinte daher: „So erhalten die zukünftigen Fachkräfte, unabhängig vom Ausbildungsbetrieb, den letzten Schliff und eine andere Sichtweise auf den Kunden.“

Im Anschluss an den Schnitt wurde die Drei-Farben-Technik angewandt. „Sie ist so angelegt, dass bei der fertigen Frisur die Farben ineinander verlaufen und tolle Lichtreflexe entstehen“, weiß Di Lauro. Genau dies zeigte sich auch im Ergebnis. Trotz gleicher Technik sah jeder Kopf anders aus und die Teilnehmerinnen waren glücklich über ihre Ergebnisse.

„Das war eine richtig gute Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Wir konnten von Anfang bis Ende alles alleine umsetzen und haben viel Neues gelernt. Außerdem hatten wir Spaß bei der Arbeit. Ein unvergessliches Erlebnis mit der ganzen Gruppe“, meinte eine Teilnehmerin. (red/zac)

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