Neun Monate auf Bewährung für 31-Jährigen aus Bad Hersfeld wegen Rauschgifthandels

Letzter Deal war einer zuviel

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Symbolbild

Bad Hersfeld. Es sollte das letzte Mal sein, dass er sich Amphetamine besorgte, um mit dem Weiterverkauf die eigene Kasse aufzubessern. Schließlich war auch seine Freundin süchtig, nicht nur nach Rauschgift, sondern auch nach Spielautomaten.

Doch der letzte Deal war einer zuviel: Am 8. Mai vergangenen Jahres bekam der 31-jährige Hersfelder Besuch von der Polizei. Und die fand bei der Durchsuchung der Wohnung insgesamt rund 170 Gramm verbotene Substanzen.

Für den Mitarbeiter eines Logistikunternehmens nicht die erste Konfrontation mit Ordnungshütern und Justiz: In seinem Vorstrafenregister stehen zwei Einträge, darunter zwei Jahre Freiheitstrafe auf Bewährung für 55 Fälle von Drogenhandel.

Und gerade mal ein Jahr nach dem Erlass dieser Strafe war der Hersfelder wieder straffällig geworden. Das merkte gestern auch Strafrichterin Silvia Reidt an, als sich der 31-Jährige im Amtsgericht Bad Hersfeld für die neuen Vorwürfe verantworten musste.

Allerdings hatte der Angeklagte zwischenzeitlich reinen Tisch gemacht: Von der Freundin ist er getrennt, er hat den Drogen abgeschworen und wird demnächst umziehen, um dem früheren Bekanntenkreis zu entkommen. Sein Geständnis verlas sein Anwalt Martin Simon.

Mit Marnise Hunter, der Vertreterin der Fuldaer Staatsanwaltschaft, war er sich einig, dass es zwar auch diesmal eine Freiheitsstrafe sein musste, diese jedoch erneut zur Bewährung ausgesetzt werden konnte. Richterin Reidt urteilte entsprechend und verhängte zudem eine Geldauflage von 1000 Euro.

Von Karl Schönholtz

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