Frauen sprachen über Herzenswünsche – Vorbereitungsteam beendet sein Engagement

Das letzte Frühstückstreffen

Das Vorbereitungsteam des Frühstücks-Treffens für Frauen in Bad Hersfeld hört auf: (von links) Heidrun Pfeiffer, Renate von Istler, Eva Kaufmann, Elvira Keller, Nikica Lissner, Gerda Gillmann und Beate Möller. Foto: nh

Bad Hersfeld. „Lebe deinen Herzenswunsch – wenn Frauen aufbrechen“ war das Thema des Frühstücks-Treffens für Frauen im Hotel am Kurpark, zu dem etwa 170 Besucherinnen kamen. Andrea Juhler, Mutter von vier erwachsenen Töchtern, war aus der Nähe von Kaiserslautern angereist, um zum Thema zu sprechen.

Dabei forderte sie dazu auf, über persönliche Herzenswünsche einmal nachzudenken. Diese seien altersbedingt unterschiedlich. In jüngeren Jahren stünden möglicherweise materielle Wünsche im Vordergrund, die früher oder später auch zu realisieren seien.

Oft ein Hilfeschrei

Ganz anders verhielte es sich, so Juhler, mit ideellen Anliegen: Bei unerfüllten Sehnsüchten sei es problematisch, da es sich hierbei um Begehren und Verlangen handele, die sich nicht zwingend verwirklichen ließen. Wenn Frauen aus ihrer für sie nicht beglückenden Lebenssituation ausbrächen, sei das meistens ein Hilfeschrei. Gerade Frauen befänden sich in „Opferrollen“, was Andrea Juhler in einem ansprechenden Wortspiel verdeutlichte: „Du musst aus der Rolle fallen, um aus der Falle zu rollen.“

Wichtig sei der Entschluss zu eigener Verantwortung. Gut für sich selbst zu sorgen, sei die beste Voraussetzung dafür, auch für Andere gut zu sein. Von Anderen solle man nichts für sein Wohlergehen erwarten – das sei nicht fair.

In der biblischen Geschichte von Hagar (1. Mose 16) ist eine solch dramatische Lebenssituation erzählt. Im Gespräch mit Gott wird Hagar klar, wo ihr Platz ist. Froh kann sie sagen: „ Du bist ein Gott, der mich sieht.“

Zuvor hatte die Gesangsformation Viva Cantare aus Burghaun/Eiterfeld unter der Leitung von Dagmar Schröter mit der gelungenen Auswahl ihrer Lieder und deren Darbietung zum Thema hingeführt.

Dank an Unterstützer

Zum Ende der Veranstaltung informierte die Moderatorin Nikica Lissner darüber, dass das Leitungsteam sich schweren Herzens dazu entschlossen hat, nach 23 Jahren diese Form des Austausches von Lebens- und Glaubensfragen in Bad Hersfeld nicht weiter fortzuführen. Sie bedankte sich beim Trägerkreis für die Organisation, bei Herrn Eggert für die Technik, bei den Mitarbeitern des Hotels für die gute Zusammenarbeit und bei den Gästen für die jahrelange Treue. (red/zac)

Von Eva Kaufmann

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