Lesung mit der Kölner Autorin Gisela Kruyer und Musik von Timo Wichmann

Kunst-Genuss in der Festspiel-Kantine

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Die Autorin Gisela Kruyer und ihr musikalischer Begleiter, Timo Wichmann, in der Festspielkantine.

BAD HERSFELD. Reinhild Dornfeld, Fallmanagerin bei der Agentur für Arbeit, wird entführt. Die Mitglieder der Kommune Robin Hood haben sie mittels einer Internetplattform als diejenige Mitarbeiterin einer Behörde ermittelt, über die es die meisten Beschwerden gibt. Da kann nur eine Erziehungsmaßnahme greifen!

Auf dem alten, großzügigen Landgut, wo die Kommune nach den Idealen der „68er“ lebt und wirtschaftet, soll Reinhild das Leben einer Hartz-IV-Empfängerin führen, das für sie bis ins Detail nachgestellt wird: Bestrafung bei Meldeversäumnis bis hin zur Versorgung bei der ‘Tafel’. Gängelung, Willkür und Bürokratismus bestimmen ihren Alltag, während sie streng bewacht und draußen scheinbar von niemand vermisst wird.

Peter und Daniel Heck, Wirte der Festspielkantine, hatten ins gemütliche Kaminzimmer eingeladen zu der satirischen, spannenden und unterhaltsamen Lesung mit Gisela Kruyer und ihrem Roman „Kommune Robin Hood und das Meldeversäumnis“. Die Autorin, die in Köln beheimatet ist widmet sich schon seit vielen Jahren dem Schreiben – und ebenso dem Lesen und das ganz offenbar mit sichtlichem Vergnügen.

Ein stimmungsvoller Abend, musikalisch hervorragend begleitet und umrahmt durch das Gitarrenspiel von Timo Wichmann, der passende Popsongs – bearbeitet für klassische Gitarre – ausgewählt hatte. Unter anderem von George Harrison, Eric Clapton und Metallica. Dieser Abend in der Kantine war ein Genuss. (ds)

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