Weite Reise: Schülergruppe der Beruflichen Schulen Bad Hersfeld war an einer Schule in Tel Aviv zu Gast

Lernen, wie in Israel gelernt wird

Die Reisegruppe der Beruflichen Schulen Bad Hersfeld vor der Deutschen Botschaft in Tel Aviv.

Tel Aviv/Bad Hersfeld. Vier Kfz-Mechatroniker und acht Elektroniker für Betriebstechnik machten sich gemeinsam mit ihren Lehrern Brigitte Arens und Oliver Heußner auf den Weg zum Jugenddorf Hadassah Neurim in der Nähe von Tel Aviv, um dort das israelische Ausbildungswesen kennenzulernen.

Mit einem leicht mulmigen Gefühl, aber auch mit gespannten Erwartungen verließ die Reisegruppe Bad Hersfeld bei minus 14 Grad und wurde abends bei 26 Grad Celsius am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv von ihren beiden Betreuern Kobi Avital und Yigal Brantman herzlich empfangen.

Am nächsten Tag gab es einen offiziellen Empfang von Seiten der Schulleitung für die Bad Hersfelder Schüler und Lehrer. Bei einem gemeinsamen Grillabend lernten die deutschen Auszubildenden ihre israelischen Austauschpartner kennen, die Ende April für eine Woche nach Bad Hersfeld kommen werden.

An den folgenden Tagen nahmen die deutschen Auszubildenden am theoretischen und praktischen Unterricht ihrer jeweiligen Fachrichtung teil. Im Gegensatz zum deutschen System findet die berufliche Ausbildung der israelischen Schüler ausschließlich in der Schule und ohne die Beteiligung von Betrieben statt. Die deutschen Schüler hatten somit die Möglichkeit, beide Ausbildungssysteme zu vergleichen und stellten für sich die Vorzüge des deutschen Systems fest, nämlich die Verknüpfung von Schule und Betrieb.

Neben diesen schulischen Aktivitäten kam das landeskundliche Besuchsprogramm nicht zu kurz: Touristische Höhepunkte waren Jerusalem, Tel Aviv, Haifa, Akko, die Festung Massada und das obligatorische Bad im Toten Meer.

Ein besonderes Erlebnis war auch der Besuch der Deutschen Botschaft in Tel Aviv. Raja Nejedlo, die die deutsche Delegation empfing, hob die Besonderheit dieses Austausches hervor, der ihrer Kenntnis nach der erste Austausch mit einer Beruflichen Schule in Deutschland ist. Darüber hinaus erlebten die Schüler im Jugenddorf auch jüdische Traditionen wie die Feiern zum Shabat und zu Purim.

Gastfreundschaft beeindruckt

Am meisten beeindruckt zeigten sich die deutschen Schüler und Lehrer jedoch von der überwältigenden Gastfreundschaft der Israelis, wofür sich die deutschen Schüler auf der offiziellen Abschiedsparty bei ihren Gastgebern ausdrücklich bedankten.

Diese überwältigende Reise konnte nur durch vielfältige Unterstützung unterschiedlicher Stellen realisiert werden, unter anderem durch Bürgermeister Hartmut H. Boehmer und die Stadt Bad Hersfeld die folgenden Betriebe, die ihre Auszubildenden freistellten: AEM August Elektrotechnik, Fehr Umwelt Hessen, Hessisches Immobilienmanagement, Kali und Salz GmbH, Performance Fibers, Schade und Sohn und Schlitt Thamer Mobile. Sie alle haben dazu beigetragen, dass dieser Austausch zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Jugendlichen geworden ist. (red)

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