Die Verträge sind unterschrieben und der Ausbau der Verbindungen in 15 Kommunen beginnt zeitnah

Leistungsstarkes Internet bis Herbst 2011

Bad Hersfeld. Eine leistungsstärkere Internetversorgung für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg – darum kümmert sich Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt bereits seit drei Jahren.

In mehreren Konferenzen stellten verschiedene Internet-Anbieter ihre Leistungen dar und seit Ende des vergangenen Jahres haben sich unter der Koordination der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) 15 der 20 Kommunen des Landkreises einer kreisweiten Lösung angeschlossen.

Ahlheim, Neuenstein und Cornberg sind bereits mit Internet versorgt. Die Stadt Heringen sowie die Gemeinde Philippsthal verfolgen in Abstimmung mit dem Kreis eigene Lösungen. Diese Zwischenbilanz zog Landrat Schmidt, nachdem vor einem Jahr die Ausschreibung für die schnelle Internetversorgung der 15 Städte und Gemeinden erfolgt war, an der sich zehn Anbieter beteiligten.

Förderung für Kommunen

Die Kommunen Bad Hersfeld, Bebra, Friedewald, Hauneck, Haunetal, Kirchheim, Niederaula, Rotenburg, Schenklengsfeld und Wildeck entschieden sich für das Unternehmen OR Network und stellten dafür einen Förderantrag. Einzig Breitenbach am Herzberg stimmte gegen einen gemeindlichen Zuschuss für den Breitbandausbau, wodurch es in dieser Kommune nicht zu einem Internetausbau kommen wird. Für Nentershausen wird momentan geprüft, inwieweit der Ausbau förderungsfähig ist. In Hohenroda und Ludwigsau baut das Unternehmen ITfM für einige Ortsteile ein Funknetz auf. In Ronshausen ist ein Bürgernetz bemüht, die Versorgung zu verbessern.

In zwei Breitbandkonferenzen trafen sich nun Experten mit kommunalen Verantwortungsträgern.

In Verbindung mit der Breitbandinitiative des Landes Hessen, die drei Breitbandberater installierte, darunter Corinna Schrader von der WFG in Bad Hersfeld für Nordhessen, entstand die Breitbandinitiative für den Landkreis. Ziel ist es, ein möglichst flächendeckendes, leistungsstarkes Internet zur Verfügung zu haben. „Internet ist ein wichtiger Standortfaktor“, betont der Landrat. Bisher war nur die Hälfte des Landkreises an DSL-Light oder DSL angeschlossen – eine Benachteiligung der übrigen Gebiete und Wettbewerbsnachteil für Unternehmen.

Mittlerweile, so der Landrat weiter, sind alle Verträge unterschrieben und der Ausbau wird zeitnah beginnen. Bis zum 30. Oktober dieses Jahres sollen alle Kommunen zunächst mit Bandbreiten bis zu 16 Mbit/s versorgt sein.

Und darüber hinaus werde schon über die nächste Stufe nachgedacht: Das Hochgeschwindigkeitsinternet, das den heutigen Standard in einigen Jahren mit etwa 50 Mbit/s ablösen soll. Daran will der Landrat mit den regionalen Akteuren ab Mitte März eine Lösung für den Landkreis erarbeiten. (nsk)

Kommentare