Sabine Kurtz zu Gast beim EAK in Bad Hersfeld

Die Leistung der Kirchen würdigen

Sabine Kurtz

Bad Hersfeld. „Das ist für mich wie ein Familientreffen“, sagte Sabine Kurtz, CDU- Landtagsabgeordnete aus Baden-Württemberg, beim Lullusgespräch des Evangelischen Arbeitskreises (EAK). Zusammen mit dem Kreisvorsitzenden, Pastor Ralph Habener, konnte Kurtz dort einige „Herschfeller“ Bekannte begrüßen.

Eindeutig ist die Haltung der gebürtigen Hersfelderin zum Verhältnis von Staat und Kirche: „Bei der von Teilen von SPD, Grünen und Linken aufgedrängten Diskussion um die Neugestaltung der Beziehung zwischen Staat und Kirche wird das Engagement der Kirchen in unserer Gesellschaft zu Unrecht heruntergespielt“.

Jahrzehntelang hätten Männer und Frauen aus christlicher Nächstenliebe Verantwortung übernommen. Dies sei unbezahlbar. „Auch in Zukunft brauchen wir die Hilfe der Kirchen, zum Beispiel im Bildungs- und Sozialbereich“, warb die CDU-Landtagsabgeordnete für das bewährte System der Zusammenarbeit.

Im Zeichen des Wandels

Christliche Werte seien unverzichtbar, gerade wenn sich die Welt im Wandel befinde. „Hier kann die Bibel Richtschnur und Kompass sein“, ist Sabine Kurtz überzeugt. Als Landtagsabgeordnete habe sie mit vielen Politikfeldern zu tun und könne über den Tellerrand hinausblicken.

So nahm sie an einer Ausschussreise nach Singapur teil. „Das Wertesystem ist dort ein ganz anderes“, sagt Sabine Kurtz. „Bildung wird in Singapur vor allem als wirtschaftlicher Faktor gesehen.“ In Deutschland werde die Vielfalt der Bildungslandschaft oft unterschätzt. Eine Schulklasse wie ein Fitnesscenter aufzubauen, wo der Lehrer nur als so genannter Lernbegleiter fungiere, widerspreche allen Bindungstheorien.

„Wenn ich in den 1970er Jahren auf dem Obersberg nicht mit meinen Lehrern diskutiert hätte, wäre ich anders geprägt worden. Gerade seine Bindungsfähigkeit macht doch einen guten Lehrer aus“, sagt die Bildungspolitikerin.

Der Stadtverordnete Hartmut Ziehn überreichte der Landtagsabgeordneten zur Erinnerung eine Hersfeldbriefmarke aus dem Jahr 1986, eine Gideonbibel für die Handtasche und ein altes Foto von der Weinstraße. (red/esp)

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