Kreistag soll eine Resolution verabschieden

SPD lehnt Einteilung der Wahlkreise ab

Hersfeld-Rotenburg. Mit einer Resolution wird die SPD-Kreistagsfraktion in der nächsten Kreistagssitzung ihre entschiedene Ablehnung gegen die geplante Neueinteilung der Bundestagswahlkreise zum Ausdruck bringen.

„Eine Neueinteilung würde den Wahlkreis 170 Werra-Meißner – Hersfeld-Rotenburg ohne Rücksicht auf Landkreisgrenzen und die Gewohnheiten der dort lebenden Menschen zerschneiden“, begründete dies SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Fehr.

Wenn die Gemeinden Philippsthal, Hohenroda, Schenklengsfeld, Kirchheim, Niederaula, Breitenbach am Herzberg, Hauneck und Haunetal dem Wahlkreis Fulda zugeteilt würden, bedeute dies für die dort lebenden Bürger, dass der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Hersfeld-Rotenburg nicht mehr direkt für sie zuständig wäre. Einem neu geplanten Wahlkreis 170 würden Kommunen aus dem Bereich Kassel zugeordnet werden.

Die daraus resultierende Konsequenz wäre laut Fehr, „dass der Wahlkreis Kassel, der bisher keine Unterschreitung der Bevölkerungszahl zu verzeichnen hat, dann ein Minus von knapp zehn Prozent aufweisen würde“.

Als absurd bezeichnete Fehr die Neuordnung auch mit Blick auf den demografischen Wandel: „Wenn die Bevölkerung in den nördlichen Landkreisen Hessens in den nächsten Jahren zurückgeht und die in den süd- und mittelhessischen Kreisen zunehmen wird, so ist eine Ausdehnung des Wahlkreises Fulda nach Norden die absolut falsche Entscheidung“, brachte es der Sozialdemokrat auf den Punkt. (red)

Kommentare