Ein Jahr nach dem Tod von Gerda Conradi: Stiftung unterstützt Vereine in der Region

Ihr Lebenswerk wirkt nach

Vertreter der von Gerda Conradi begünstigten Vereine vor der Hoehlschen Buchhandlung von links: Bertold Schmidt, Förderkreis Museum , Silvia Greb, Stiftungsspezialistin der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, Marie-Luise Bethke, Mitglied beider Vereine, Sebastian Hild und Ingrid Waldeck vom Hersfelder Geschichtsverein, Klaus Dörfer, Gerda-Conradi-Stiftung und Jürgen Bode, Inhaber der Hoehlschen Buchhandlung. Foto: nh

Bad Hersfeld. Das soziale Engagement der ehemaligen Inhaberin der Hoehlschen Buchhandlung, Gerda Conradi, wirkt auch ein Jahr nach ihrem Tod in der Region nach. Bereits im Jahr 2009 wurde durch sie die „Gerda-Conradi-Stiftung“ in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg gegründet und somit die Förderung gemeinnütziger Zwecke nach ihrem Tod gesichert. Außerdem begünstigte sie heimische Vereine noch in ihrem Testament.

Als Beisitzerin im Vorstand des Hersfelder Geschichtsvereins war ihr Engagement jahrzehntelang geprägt vom Interesse an der Geschichte der Stadt und der Förderung von Projekten zur Verdeutlichung und Bekanntmachung der Geschichte Hersfelds und seiner Umgebung. Es war ihr in den letzten Jahren ein besonderes Anliegen, eine Karte mit den Besitzungen der Reichsabtei Hersfelds zu erstellen. Für die im Stiftsbezirk aufgestellte Karte hat sie wertvolle Vorarbeit geleistet und das Projekt aus eigenem Vermögen mitfinanziert. Über 30 Jahre gehörte Conradi dem Förderkreis Museum Bad Hersfeld an. Neben der Arbeit im Vorstand des Vereins lag ihr das Konrad-Duden-Museum besonders am Herzen, in dem sie regelmäßig Führungen anbot.

Mit dem Vermächtnis sollen in naher Zukunft museumspädagogische Projekte finanziert werden. Hierbei sollen traditionelle Handwerke wie Weben und Filzen, Kerzen ziehen oder altertümliche Waschtage Kindern und Jugendlichen nahegebracht werden. Außerhalb der Region war Frau Conradi der Verein Good Hope - Kalomo, Zambia, mit dessen Unterstützung in Sambia eine Landwirtschaftsschule, eine Grundschule und eine Schreinereiwerkstatt finanziert und betrieben wird, besonders ans Herz gewachsen. Hier erhalten in einem der ärmsten Länder Afrikas junge Menschen eine Schul- und Berufsausbildung. Die Stiftung wird auch künftig vorwiegend diesen Verein fördern.

Die Gerda-Conradi-Stiftung wird durch den Treuhänder, Steuerberater Klaus Dörfer vertreten. Die Vermögensverwaltung erfolgt in Abstimmung mit der Stiftungsspezialistin der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg. (red/jce)

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