„wortreich“ präsentiert Kommunikation als Erlebnis beim Wetzlarer Bibliothekstag

Als lebendes Buch unterwegs

Während des achten Wetzlarer Bibliothekstages: Annette Hannappel und Bettina Twrsnick als lebende Bücher. Foto: nh

bad hersfeld/wetzlar. Als „Living Library“, also als lebende Bibliothek, erlebten die Besucher des achten Bibliothekstages die Phantastische Bibliothek Wetzlar. Wo sonst Bücher aus Papier in den Regalen stehen, konnten für einen Tag Bücher aus Fleisch und Blut „ausgeliehen“ werden. Unter dem Motto „Offen für alle(s)? Fragen und Antworten von und für Bildungsorte“ informierten sich pädagogische Fachkräfte bei den Experten, die als lebende Bücher fungierten, über verschiedene Themen.

Vielfältige Fragen

Wortreich-Mitarbeiterin Annette Hannappel repräsentierte das Bad Hersfelder Mitmach-Museum mit dem Titel „Beim Wort genommen: Sprache und Kommunikation als Erlebnis“. In rund 30 persönlichen Gesprächen stellte Hannappel das pädagogische Konzept des „wortreichs“ vor und beantwortete vielfältige Fragen zur Möglichkeit eines ‘wortreich’-Besuches im Rahmen des Unterrichts. „Ich war gespannt, welche Fragen die Besucher mir als Buch stellen würden. Zumeist waren es ganz konkrete Fragen zu unserem Konzept und Angebot“ sagt Annette Hannappel über ihren Auftritt als lebendes Buch. „Die Gespräche waren erfolgreich, das Interesse am ‘wortreich’ war groß und ich bin mir sicher, dass wir einige Schulen als zukünftige Besucher gewonnen haben“, resümiert sie weiter.

Bettina Twrsnick, Leiterin der Phantastischen Bibliothek, stellte zu Beginn das Konzept vor. Es ginge darum, Interessenten eine Plattform zu bieten, gezielte Fragen zu stellen, ähnlich wie man das Inhaltsverzeichnis eines Buches nutze.

Neben dem „wortreich“ präsentierten sich unter anderen Autoren, Mitarbeiter eines Vorlese-Projektes und eine Weiterbildung zum Lese- und Literaturpädagogen. Im Anschluss an die offene Ausleihe gab es die Möglichkeit zur intensiveren Beschäftigung mit drei der Bücher in Form von Workshops.

Die Phantastische Bibliothek plant, das Konzept der „Living Library“ dauerhaft aufzugreifen und künftig regelmäßig ein oder zwei lebende Bücher einzuladen. „Das ‘wortreich’ wird gerne wieder an dem Projekt teilnehmen, es hat uns mit sehr verschiedenen Menschen in Kontakt gebracht und neben fachlichem Austausch auch einen großen vertrieblichen Nutzen geboten“, fasst Hannappel zusammen. (red/zac)

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